Archive for November, 2007

ill boy

25. November 2007 - Veröffentlicht in Photo | Keine Kommentare »

endlich erfunden: der Sonnenaufgang

22. November 2007 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Die Firma Phillips, bekannt für revolutionäre Erfindungen wie Kaffeemaschine und Fassbier hat nun wieder etwas völlig neues entwickelt: Den Sonnenaufgang, der sogar noch geiler ist, als der “Kikeriki”-schreiende Wecker, den ich mal hatte.

(ist dann irgendwann kaputt gegangen.)
(war auch nicht von Philips.)

Augenzeugenbericht: Stowasser liest und labert.

19. November 2007 - Veröffentlicht in Written | Keine Kommentare »

Horst Stowasser,  wahrscheinlich bekanntester deutscher Anarchist, las und laberte heute im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Berlin. Natürlich waren es Interesse, Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit, die ein Fehlen für mich nicht in Frage kommen ließen – und mich dann einer herben Enttäuschung aussetzen.

“Anarchie ist machbar…”

Mit diesem Titel kündigte die taz die Lesung an. Leider schaffte es Stowasser nicht, über dieses Niveau herauszuwachsen, geschweige denn, diese Aussage auch nur im Ansatz zu begründen.
Es sei jedoch außer Frage gestellt, dass Stowasser dazu in der Lage ist, hat er doch durchaus eingehend zum Thema recherchiert, und nachweislich fundierte Kenntnisse in seinen (m. E. zu Unrecht) als Standardwerke geltenden Büchern dokumentiert.
Bereits an seinen bisherigen Veröffentlichungen störte mich die wenig differenzierte, unkritisch romantisierende und verherrlichende Darstellung der immer noch (viel zu) wenigen (temporär) erfolgreichen anarchistischen Projekte.
Sein neues Buch umfasst 510 Seiten, und sollte an diesem Abend vorgestellt werden. Oder vielmehr die Anarchie, wie der Autor sein Ziel zu Beginn erklärte, was Böses ahnen ließ, und schlimmstenfalls als Beleidigung, bestenfalls als katastrophale Unterschätzung des Publikums zu werten war, das auf einleitende Nachfrage durchaus die eine oder andere interessante Definition zitieren konnte. Stowasser hingegen zitiert seinen Vater und stellt einleitend fest “Anarchie ist Quatsch.”
Und als solche stellt er sie denn auch dar. Die Undifferenziertheit der Darstellung und Beschreibung, die jegliche theoretischen Überlegungen, jedwede Anlehnung an Wissenschaft, oder sei es nur Philosophie, vermissen lässt, auch an Stellen, an denen wissenschaftliche Untermauerung auf der Hand liegt, wird nur von seinem äußerst angenehmen Schreibstil, und der noch angenehmeren Art, vorzulesen, überboten. Allein, wer soll das alles lesen, nur weil es angenehm geschrieben ist? Wer soll sich stundenlang die Dinge, die er/sie schon weiß, vorlesen lassen, nur weil der Vorleser gut vorliest?
Und so erzählt er auch in epischer Breite und ganz und gar nicht ohne Stolz, wie oft er seiner Tochter etwas vorlese, und deren Freundinnen deshalb so gerne zu Gast seien. Überhaupt bekommt der Hörer schnell den Eindruck, dass es der Hang zur Selbstdarstellung und die Freude am Vorlesen und Labern sind, die Stowasser an diesem anekdotengeschwängerten Abend antreiben, während sich andererseits der Verdacht aufdrängt, in den allabendlichen Vorleserunden den Grund für den oberflächlichen Schreibstil und die einen Erwachsenen konsequent unterfordernde Inhaltsarmut den Buchs gefunden zu haben, in dem jedes Kapitel wie eine Kindergeschichte mit Happy End zu enden scheint, obwohl doch zentrale Fragen (in diesem Buch) ungeklärt bleiben, notwendige Diskurse nicht geführt werden. Was sich wie ein roter Faden durch die ausgewählten Kapitel zieht, ist das immer wieder fehlende Argument.
Normative Konzepte wie Kriminalität werden nicht in Frage gestellt, es wird die alte Überlegung vom an der Gesellschaft erkrankten Individuum bemüht, aber nicht vertieft, und schließlich mit einer 50 Jahre alten Polizeistatistik “belegt”, dass die Kriminalitätsrate nicht ansteige, wenn “alle Knackis” rauskommen – aber warum man sie rauslassen müsse, versäumt er abermals auch nur andeutungsweise zu begründen. “So viel zum Thema Kriminalität, das Ökonomie-Kapitel überspringe ich, denn das hat (betonend) vier-und-vier-zig! Seiten…” (das muss ja wirklich sehr komplex sein)
Und so fehlte mir in der Pause auch die Begründung, mich nicht den in Scharen davonströmenden Menschen anzuschließen.
Schade.

Nachruf auf einen Freund und Nachbarn

9. November 2007 - Veröffentlicht in Photo, Written | Keine Kommentare »

Mein Freund und Nachbar Frank ist vorgestern gestorben. Ich fand seine Leiche auf dem Weg in den Hof. Sie war in der Tür eingeklemmt – und zwar nicht dort, wo die Türklinke ist, sondern auf der Seite der Scharniere. Ich war der erste am Tatort, kam aber für jede Hilfe zu spät.

Selbst wird Frank sich die Schädel- und Thorso-Quetschungen, die zu seinem Tod geführt haben, nicht zugefügt haben können. Für einen Selbstmordversuch machte er immer einen viel zu lebensfrohen und vitalen Eindruck. Auch seine wirtschaftliche Lage ließ keine Wünsche offen: Angenehme, “szenige” Wohnlage, immer genug zu essen (wofür häufig ich gesorgt habe), allein in letzter Zeit wurde es in Anbetracht des Wetters ein bisschen unangenehmer… Ich muss zugeben ich weiß nicht, wie es um seine Beziehung stand, und habe seine Freundin nach Franks Tod auch nicht mehr gesehen. Nicht zuletzt aber war Frank sicherlich auch zu schwach, sich diese Verletzungen mit der Tür aus eigener Kraft zuzufügen.

Die ganze Sache also leichtfertig als Unfall zu bezeichnen, und zu akzeptieren, fällt mir schwer. Aber wer sollte Frank etwas böses gewollt haben? Soweit ich weiß, hatte er außer dem Ehepaar Elster, das aber nach hinten raus gewohnt hat, und schon vor einiger Zeit ausgezogen ist, keine Feinde, und erst recht keine, die die notwendige Kraft und ein Motiv für einen derart brutalen und unbarmherzigen Mord hätten.

Frank, die Umstände, die zu deinem Tod geführt haben, werden mir wohl immer ein Rätsel bleiben, ebenso wie die Erinnerungen an unsere gemeinsame Zeit der friedlichen, liebevollen Fürsorge, die unsere Nachbarschaft geprägt hat. Ging es mir schlecht, hast du mich durch einen kleinen Besuch am Fenster aufgemuntert. Hattest du Hunger, so gab es bei mir immer etwas.

Als letzte Ehrerweisung habe ich deinen leeren Meisenknödel auf Halbmast gehängt.

in stiller Trauer,

Linus


Vorsicht!

9. November 2007 - Veröffentlicht in Photo, unterwegs | Keine Kommentare »

Prenzlauer Berg lehrt Besser-Wessis das Fürchten:

Schilder an Türen von Läden

8. November 2007 - Veröffentlicht in Photo, unterwegs | Keine Kommentare »