Archive for März, 2008

Nicht’s

28. März 2008 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Man könnte sagen, diese’s Schild habe einen kata’strophalen Rechtschreibfehler.

Man könnte sagen, diese’s Schild folge einfach nur einem Trend zur voll’ständigen Apo’strophi’sierung der Grammatik.
Man könnte aber auch die wahre philo’sophische Dimen’sion würdigen: Hier soll “nicht’s” stehen, also alle’s, was dem “nicht” zugehörig i’st, bzw. ihm gar gehört. Und dem Nichts gehört – nichts, und da’s ist des nicht’s.
Al’so: Bitte! hier nicht’s ab’stellen. Danke!
.

Aber auf mich hört ja keiner.

27. März 2008 - Veröffentlicht in Allgemeines | 1 Kommentar »

zum kompletten Protokoll
zum taz-Artikel
MySpack
Mittwoch, Januar 24, 2007
zur Erinnerung…

Focus

25. März 2008 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Im dieswöchigen Focus (Nr. 13 – 22.03.2008) findet ihr auf Seite 133 zwei Photos, die ich gemacht habe. Trotz korrekter Übermittlung an die Redaktion wurde es versäumt, die Bilder mit entsprechendem Nachweis zu versehen. 

Ich weiß irgendwie nicht, ob das für meinen Ruf jetzt gut, oder schlecht ist.

Büchen Bf, Gleis 41 – Metropolis.

24. März 2008 - Veröffentlicht in Allgemeines | 3 Kommentare »

Umsteigen in Büchen,

Ankunft Gleis 1, Abfahrt Gleis 41.
So sagte es der Reiseplan, formuliert vom freundlichen Automaten der Bahn.

“Büchen. Wo ist das überhaupt? …Muss ja ziemlich groß sein, wenn die dort 41 Gleise haben. Berlin hat ja gerade mal 10 oder so” (nachgegoogelt: 14)

Ich komme an und sehe sogar ein Schild zu Gleis 140!

Und nicht annähernd so viele Gleise – denn Büchen hat 3: Gleis 1, Gleis 40 und 41, die aber eins sind, und Gleis 104. Und einen Bäcker und ein Ortsein- und -ausgangsschild.
Im Ruhrpott sagt man dazu “Da hängt der tote Hund übern Zaun.” - Aber ein 40minütiger Aufenthalt wegen – na klar! – Zugverspätung lässt trotzdem einiges entdecken:

(Sido ist bekannt. Fahrrad auch.)
Doch nicht nur der! Viele – auch internationale – Musiker erfreuen sich der Beliebtheit und der – auch kontroversen – Darstellung im öffentlichen Dorfdiskussionsforum, der Bahnhofswand:
Durch diese Gedenktafel (“Büchen – Tor zur Freiheit 1955-1959″) werde ich über die historische Bedeutung des Ortes in Kenntnis gesetzt – bzw. vielmehr werde ich animiert, mir auch diesen zu ergoogeln. Mein anfänglicher Verdacht bestätigt sich. Nicht Büchen ist gemeint, sondern der Bahnhof.
Und dennoch: Der gemeine Büchener scheint vor allem eines zu empfinden:

PoPo-Prüfstand #1heute: Antideutsch

19. März 2008 - Veröffentlicht in Written | Keine Kommentare »

Politische Positionen sind en vogue – definitiv ein Must-Have-Fashion-Klassiker. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail: Es reicht nicht aus, einfach eine zu haben. Exklusiv und alternativ sollte sie sein. Und zum restlichen Outfit passen, ohne dass dieses sie direkt verrät.  Eine falsche Position im falschen Kreise geht echt noch weniger, als der Style vom letzten Jahr – und kann eine Menge Street-credibility und props kosten. Als Style-Berater will ich euch in dieser Rubrik einige Positionen vorstellen, damit ihr im Battle nicht den Kürzeren zieht.

Sound: ★★★★★
Alltagstauglichkeit: ★★☆☆☆
Diskussionsfaktor: ★★★★★

Wer ist dein Feind? Der deutsche Nationalismus. Und der Antisemitismus. Und somit: Jeder Feind und Kritiker Israels. Insbesondere im Moment, aber nicht ausschließlich: Islamismus. Intifada zum Beispiel geht gaaar nicht, Alter. Golfkriege schon.

Wer ist dein Freund? Israel, und zwar mein bester. Und auch seine Freunde. Also auch (Vorsicht, Diss-Gefahr!) die USA.

Krieg oder Frieden? Krieg für den Frieden. Anders kann sich die Aufklärung nicht durchsetzen gegenüber so rückständigen Regimen, wie es insbesondere die islamistischen sind. Die USA machen das schon. Kein Frieden ist möglich, solange es Antisemitismus gibt.

Kapitalismus? Lieber Kommunismus. aber den Antisemitismus in der Kapitalismuskritik kritisieren (siehe Marx). Und Personifizierungen in der Kapitalismuskritik ablehnen, das System als System kritisieren. Pragmatisch sein, evtl. sogar Neoliberalismus dem rheinischen Kapitalismus vorziehen.

Multikulti? Vooorsicht! Gefährdet die Vollendung der Aufklärung durch Toleranz mit dem nicht zu tolerierenden.

Dein Button? Flagge Israels. Bei Präsentationsversammlungen (sog. Demonstrationen) gerne auch als tatsächliche Fahne zum Winken.

Was liest du? Bahamas, Phase 2, mit kritischem Blick konkret

Achtung: Weder die vorgestellte politische Position, noch jedwede, auch pointierte Kritik daran, sind Position des Autors! Dies soll ein einführender Beitrag zur politischen Bildung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder die Nichtverletzung von Eitelkeiten sein.
Der geneigte Leser mag sein Wissen vertiefen:

Beck hat weiterhin Fieber.

13. März 2008 - Veröffentlicht in Written | 1 Kommentar »

Schon komisch.

Die Mitgliederzahl der SPD betrug 1976 über eine Million.
Kurz vorher begann die Arbeitslosenquote zu steigen.
Und für nun über 30 Jahre folgten beide ihrem einmal eingeschlagenen Wege.
Vor 5 Jahren verkündete Gerhard Schröder dann die Agenda 2010, woraufhin (nur) Einhunderttausend Mitglieder die SPD verließen.
Diese verloren sich, wie für linke üblich und nicht verwunderlich, für einige Zeit in Diskussionen und beschlossen dann, sich mit einer auch ehemals sozialistischen Partei zusammenzuschließen und ein sozialdemokratisches Programm zu formulieren – wohl, um die Sozialdemokratie mal wieder ins Gespräch zu bringen.
Während die SPD Entscheidungen formuliert, die FDP und CDU den Rang ablaufen sollen, selbigen jedoch nur mehr Spielraum nach rechts bzw. marktliberal bietet, muss sich eine neue (alte) Sozialdemokratie nicht nur “die Linke” nennen, sondern sich zu allem Überfluss als utopisch bezeichnen lassen.
Und während die “Separatisten” von der Linken, die bei ihrer Überzeugung geblieben sind und in logischer Konsequenz eine neue Partei gründen mussten, in Wahlen immer mehr zulegen, zerfetzt sich die SPD in der Diskussion darüber, ob man “mit denen” (die genau das sagen, was man selbst vor 6 Jahren noch gemeinsam mit ihnen gesagt hat!) koalieren will / darf – weil dies ja schließlich das Eingeständnis beinhalten würde, dass man entweder 5 Jahre lang größte Scheiße gebaut hat, oder aber vom Machthunger zerfressen ist.
Und so kommt es, dass die SPD heute einen Vorsitzenden hat, der es innerhalb von einer Woche ohne überhaupt mit der Wimper zu zucken, vollbringt,
1. (Montag) seine Partei in der Frage nach der “Koalierbarkeit” der Linken (die genau gegen die SPD-Sozialpolitik der letzten 5 Jahre steht) fast zu zerfetzen, dann aber mit einem klaren “Ja.” hinter sich zu vereinen – und somit das Eingeständnis zu signalisieren, dass die SPD der Sozialdemokratie verpflichtet sein könnte.
2. (Mittwoch) den Bockmist der letzten 5 Jahre zu verdammen
3. (Donnerstag) den Bockmist der letzten 5 Jahre zu loben.
Das, meine Damen und Herren, nennt man Politik.
Und es ist völlig normal – und man wundert sich doch immer wieder.

Kriegsverbrecher Bush macht seine Truppen verrückt!

10. März 2008 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

…eines von vielen Videos, das zeigt, wie amerikanische Soldaten sich genau so ungehörig benehmen, wie alle Soldaten der Welt es nun einmal tun – und wohl auch sollen – und erst recht wollen, weshalb sie ja auch als ein so ungeeignetes Mittel der Völkerverständigung gelten.

Bemerkenswert und symptomatisch für Amerikaner Menschen sich einer Nation zugehörig fühlende Menschen, selbst solche, die derartige Videos veröffentlichen, ist die abschließende Feststellung, George Bush sei ein Kriegsverbrecher, und die Akteure der eingespielten Sequenzen aus dem Irak sein Opfer, die deshalb verrückt geworden sind. Denn es kann ja nicht sein, dass die heldenhaften Truppen aus perversen Arschgeigen bestehen.
Ich will eigentlich überhaupt nicht anmerken, woran diese Argumentation erinnert, aber wer sich mit dem Ablauf der Entnazifizierung und ihrer geistigen Prämissen auseinander gesetzt hat, der weiß, dass die fehlende Logik dieser Argumentation durch ihre Nutznießer mehr als aufgewogen wird.

Und so endet es dann nach der medialen Filterung beim typischen “aiming-for-middle-class-white-fucking-trash-high-school-degree-certified individual”:

“They don’t have the tools, skills, or courage to get their shit together and step up right now, so they really need Americans there for any kind of compentent and trustworthy security. Otherwise, they will just be left in the hands of non-stop-violence”

Yack Fou

7. März 2008 - Veröffentlicht in Photo | Keine Kommentare »

In letzter Zeit habe ich ab und an mal für Yack Fou fotografiert.

Hier mal ihr neues Pressephoto mit und ohne Bearbeitung (Mouseover, my dear…)
Kauft bei Yack Fou. Hier.