Büchen Bf, Gleis 41 – Metropolis.
24. März 2008
Umsteigen in Büchen,
Ankunft Gleis 1, Abfahrt Gleis 41.
So sagte es der Reiseplan, formuliert vom freundlichen Automaten der Bahn.
“Büchen. Wo ist das überhaupt? …Muss ja ziemlich groß sein, wenn die dort 41 Gleise haben. Berlin hat ja gerade mal 10 oder so” (nachgegoogelt: 14)
Ich komme an und sehe sogar ein Schild zu Gleis 140!
Und nicht annähernd so viele Gleise – denn Büchen hat 3: Gleis 1, Gleis 40 und 41, die aber eins sind, und Gleis 104. Und einen Bäcker und ein Ortsein- und -ausgangsschild.

Im Ruhrpott sagt man dazu “Da hängt der tote Hund übern Zaun.” - Aber ein 40minütiger Aufenthalt wegen – na klar! – Zugverspätung lässt trotzdem einiges entdecken:

(Sido ist bekannt. Fahrrad auch.)
Doch nicht nur der! Viele – auch internationale – Musiker erfreuen sich der Beliebtheit und der – auch kontroversen – Darstellung im öffentlichen Dorfdiskussionsforum, der Bahnhofswand:

Durch diese Gedenktafel (“Büchen – Tor zur Freiheit 1955-1959″) werde ich über die historische Bedeutung des Ortes in Kenntnis gesetzt – bzw. vielmehr werde ich animiert, mir auch diesen zu ergoogeln. Mein anfänglicher Verdacht bestätigt sich. Nicht Büchen ist gemeint, sondern der Bahnhof.
Und dennoch: Der gemeine Büchener scheint vor allem eines zu empfinden:






6. April 2010 um 16:30 Uhr
Hey Linus! Das is ja unglaublich! Mir schrieb gerade nen Büchener nen Kommentar zu meinem Verspätungsartikel über Büchen den ich 1,5 Wochen nach deinem Artikel gepostet hab. Die Existens deines Artikels fällt mir natürlich auch JETZT gerade erst auf! Und sehr cool: Du hast auch Spaß an der Gleisnummerierung, dem Gedenkstein und den Wu-Tang-Kritzeleien gefunden!!
Cheers: eRiC
6. April 2010 um 21:42 Uhr
Hallo eRIC,
Du lässt mich an lang vergangene Tage zurückdenken! Die Erinnerung an meinen damaligen Ritt durchs Tor der Freiheit ist … warm und angenehm, doch!
Vielleicht sieht man sich demnächst in Büchen?
Linus
7. April 2010 um 01:29 Uhr
hmm.. ich glaube eher nicht. Ich bin immer nur in Büchen gewesen, wenn ich auf dem Weg von Berlin nach Lüneburg dort umgestiegen bin. Aber da verschlägts mich gerade nicht mehr hin.
wow. Ich glaube echt dieses Zorn-Gekritzel auch schon mal gesehen zu haben!
hmm Büchen war laut Wiki damals der letzte Bahnhof vor der Ostgrenze. Damit muss es was zu tun haben. Hab auf soner Eisenbahnerseite den Gedenkstein auch nochma gefunden. 1971 fotografiert. http://www.nicospilt.com/V200_1989.htm da steht auch noch, daß der Zug nach Ostdeutschen Spionen abgesucht wurde bevors nach HH weiterging. Dolle mehr aber auch nich. Naja.. das Geheimnis wird mich nich um den nun folgenden Schlaf bringen.. mjammjam.. gute Nacht! :]