Archive for September, 2009

There, I fixed it!

30. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Das Fail Blog ist ja schon ziemlich bekannt. Aber warum eigentlich immer so negativ? There, I fixed it zeigt… Erfolgsgeschichten der resultatorientierten Problemlösung.

austinb-ipodmuffler

tifi-trailerrental

AdamS-goodolchuck

Pop Art mit ‘plopp’

30. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

BonYurt.com

Wir sind hier in Deutschland.
Es ist Deutschland hier.

29. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Dann aber bitte in Israel hebräisch, in Russland russisch, und in Frankreich französisch! Da ham wir aber viel vor in 4 Jahren Aufschwung…

Ein Hornissenstich schmerzt 4 Jahre,
und 4 Jahre Pein können uns nicht gefährlich sein

28. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Dieses Wahlergebnis war ein bisschen so, wie Pflaster abziehen…:
Wenn man vorher die ganze Zeit draufstarrt, und Angst davor hat, tut es mehr weh.
Und wenn man es langsam macht und in masochistischer Manier noch bis tief in die Nacht Wahlberichterstattung schaut und liest, dann eben auch. Und wenn man in einem Land lebt, in dem sowas für 4 Jahre gilt, dann erst recht.

Über Unwissen, Mut oder Irrsinn der Deutschen, sich eine solche Regierung ausgerechnet zu einer solchen Zeit zu wählen, lassen sich andere aus.

Ich setze historische Ereignisse gerne in Bezug zur Dauer meines Lebens, und stelle mit Erschrecken fest, dass ich über ein Drittel meines Lebens, und die gesamte Dauer meines Daseins als Wahlberechtigter, der SPD beim langsamen Krebstod eines nichtrauchenden und gegenüber allen Drogen abstinenten Vegetariers zusehen muss (anders kann ich diese grundlose, unmotivierte, unaufhaltsame Zerstörung von innen nicht bezeichnen).

Natürlich, diese Partei zu wählen kommt überhaupt nicht in Frage, wenn man von dem Argument “Ja willst du etwa die anderen wählen?” absieht. Vielleicht war Oskar Lafontaine von enormer Weitsicht gesegnet, als er ’99 seine Ämter niederlegte, und sich 2005 an die Gründung einer neuen Partei begab. Wenngleich sachlich unbegründet, scheint das Umbenennen der Causa einen bereinigenden Effekt zu haben (zumindest im Falle PDS). Sicherlich aber, kann man Oskar Lafontaine in Sachen Aufrichtigkeit kaum Vorwürfe machen. Er fordert heute noch das gleiche, wie seit eh und je.

… Aber irgendwie hat man es doch hinbekommen, dass diese Forderungen als lächerlich, utopisch, ja sogar unehrlich bezeichnet werden. Und das hat die SPD mit Nachdruck betrieben – zugunsten der FDP? Gut, als alter Sozi wird Lafontaine damit leben können, Menschen sozialdemokratischer Gesinnung und anderen “vaterlandslosen Gesellen” ging es ja schon einmal bedeutend schlechter. Da ist also noch Luft nach unten, Münte!

A propos Münte: Der macht jetzt vage Andeutungen, dass er sich vorstellen könnte, noch vor seinem Tod als Vorsitzender abzudanken. Dass in der SPD keines der verbliebenen Mitglieder den Elan hatt’, der einfachen Pflicht nachzukommen, diesen Idioten schon vor Jahren zu entsorgen, wird mir zwar für immer Rätsel, aber auch für mehr als 4 Jahre Grund bleiben, diesem Haufen nicht meine Stimme zu geben.

Nun hat es sich also die 68′er-Nachlese nicht nur nehmen lassen, die erste Kanzlerin, sondern direkt auch noch den ersten schwulen Außenminister zu stellen – nein! In Duisburg grölt direkt Peter Lagner, dass er keinen schwulen… – ach! Rest könnt ihr euch ja denken.

Für die SPD bleiben 2 Optionen: Dichtmachen, oder feindliche Übernahme. Und es sieht so aus, als habe sie sich für die freundliche Übergabe entschieden.

27. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Touristenführung auf dem Wochenmarkt am Boxi

26. September 2009 - Schlagworte: ,
Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Ohne Kommentar, auch wenn mir 1000 dazu einfallen.

UPDATE 28.09.09: Ok, einer geht…

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Habe jetzt wieder ein Wacom

25. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

wieichbin-schattiert

Zeichnung

Paulus

#btw09 in mehr als 140 Zeichen

23. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines, Kultur, Politik, Written | Keine Kommentare »

Für alle noch-nicht-Twitter-Vöglein: #btw09 = Bundestagswahl ’09

Warum geht es da eigentlich? “Um Politik” mag da ein unbedarfter Leser vorschnell antworten. Ja und Nein.

Jaques Ranciere

Jaques Rancière unterscheidet Poltik und Polizei – und nutzt beide Begriffe etwas anders, als man sie intuitiv landläufig auffasst: “Polizei” ist dabei die Aufrechterhaltung der bestehenden sozialen Ordnung in ihrem Kern. Und wenn es auch nicht zur Definition gehört, so ist Polizei nach Rancière hauptsächlich das, was sich nur wenig ändert, was nicht zur Debatte steht – der feste Rahmen, in dem sich alles bewegt, und der die Grenzen setzt – und innerhalb dieses engen Rahmens, der eben den Großteil bestimmt, ist es dann völlig egal, ob nun CDU, FDP oder SPD den Sozialstaat abbauen.

Politik hingegen, ist der Streit. Der Kampf um die Macht, genau diesen Rahmen zu bestimmen, also die Änderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Die Änderung dessen, was “Polizei” ist oder sein wird. Politik ist Änderung der Gesellschaft. Polizei ist nur ihre Verwaltung, Stabilisierung und Aufrechterhaltung. Rancière vertritt gemeinhin die Ansicht, das was, was wir als Staat haben, und das was er als Diskurs inszeniert, Polizei ist, und nicht Politik.

Rancière würde also nicht von Politik reden, wenn von einer Gesundheitsreform die Rede ist – sofern diese die bestehende Ordnung nur in Nuancen ändert. Er würde auch nicht von Politik reden, wenn es um die Frage der Festlegung von Hartz-IV-Regelsätzen geht. Denn all das verändert die bestehende Ordnung nicht in ihren Grundsätzen – der Unterwerfung menschlicher Fürsorge und Gesundheit unter kapitalistische Prinzipien, Ausschluss von finanzieller, kultureller und politischer Teilhabe einer breiten Gesellschaftsschicht, die sich nicht verwerten lässt.

Aber würde Rancière von Politik reden, wenn es um Fragen wie Vorratsdatenspeicherung, “Internetsperren”, Verletzungen der Netzneutralität, und massive Eingriffe in die Privatsphäre geht?

Ich habe ihn nicht gefragt, und ich glaube, es kommt ein bisschen darauf an, wie düster das Bild ist, das man sich ohnehin von diesem Staat gezeichnet hat. Für mich stehen diese Schritte einerseits in einer absehbaren, logischen und immanent notwendigen Kette, die auch noch lang kein Ende hat – aber ich erkenne ebenso, dass mit diesen Ansätzen ein Punkt erreicht wird, nach dem vieles nicht mehr so sein wird, wie es einmal war, also eine Veränderung der Gesellschaft stattfindet. Aber wahrscheinlich ist das immer noch Polizei, sonst ginge es auch nicht so glatt runter wie Öl.

Und auch wenn mir persönlich bereits das Schindluder, welches der Staat mittels Polizei anhand dieser Mittel betreiben lässt, ausreicht, so sollte doch jede(r), dem das nicht reicht, von der Aussicht gepeinigt werden, was “irgendwann einmal andere” damit machen könnten.

Und kaum jemand wird doch wohl noch daran glauben, dass eine Ursula irgendwann morgens im Bad entscheidet, sie müsse etwas gegen Kindesmissbrauch tun, und dann zu den vorgetragenen Überlegungen kommt? Es ist doch inzwischen das am schlechtesten durch Wiefelspütz gehütete Geheimnis, dass Kindesmisshandlung hier als einer der wenigen Bereiche, über die gesellschaftlicher Konses herrscht, weil jeder Widerspruch untolerierbar ist, zum trojanischen Pferd gemacht wurde. An dieser Stelle verweise ich gerne noch einmal auf MOGIS.

Kurzum, ob Politik oder Polizei, es ist ernst.
…Und so sehr ich diesen Staat ablehne, und bei jeder Wahl im Zwist stehe, ob ich durch die Inanspruchnahme meiner sog. Beteiligungsmöglichkeit diesem Staat, dieser Polizei (nach Rancière) Legitimation verschaffen soll…
…Und so sehr ich niemals einer Partei beitreten würde, weil es mir einfach nicht einfiele, einer Vereinigung beizutreten, die so verkommen ist, mich aufzunehmen (siehe Groucho Marx)…
…Kinder, diese Sache ist zu wichtig. Und mit Steinen, Schreien, Demonstrationen, ja nicht einmal Waffengewalt können wir uns dagegen wehren, wenn es einmal so weit ist. Deshalb, hier, ich könnt heulen ob dieses Selbstverrats, meine, verzeiht mir, … Wahlempfehlung für die Zweitstimme. (Erststimme: Pizza Ortolana)

via Sebbi

Mouffe & Münkler,
24. & 25.09.2009 im HAU

22. September 2009 - Veröffentlicht in Kultur | Keine Kommentare »

Dem aktuellen Programm des HAU entnehme ich:

VORTRÄGE VON CHANTAL MOUFFE UND HERFRIED MÜNKLER AM 24. UND 25. SEPTEMBER

Chantal Mouffe plädiert für eine stärkere Positionierung rechter und linker Parteien im Sinne einer thematischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragen jenseits ökonomischer Interessen. Herfried Münkler argumentiert gegen die Selbstabschaffung demokratischer Instrumente durch die Verbreiterung demokratischer Rechte.

Beginn jeweils 19:00h, Kostenpunkt: 5€, ermäßigt 3€. (Beim Besuch des Vortrags von Münkler sollte jedoch zunächst sichergestellt werden, dass er von dem Geld nichts bekommt. Warum? Hier und hier.)

Das ganze findet statt im Rahmen einer Reihe mit dem vielversprechenden Titel “Nach der Demokratie” – Jean Ziegler – vielen sicherlich bekannt aus “we feed the world” – (habe ich leider unwiderruflich verpasst, denn er) war gestern dort. Und weil man keine Blogposts ohne Klicki-bunti machen soll, gibt es jetzt einen Ausschnitt von ihm:

…und über atoms&bits schreibe ich morgen…

Shit my Dad says

21. September 2009 - Veröffentlicht in Kultur | 1 Kommentar »

…ich wusste mit Twitter nie was anzufangen. Zur “Freiheit statt Angst”-Demo wurde natürlich von allen Seiten getwittert, und ich ließ mich mal darauf ein, mir das alles durchzulesen – wie erwartet stand dort nichts von größerer Bedeutung, geschweige denn Interesse oder gar Substanz.

Kurzum: Ich sah mich bestätigt. ABER: Twitter hat seit Kurzem eine Daseinsberechtigung, und das ist @shitmydadsays. Hier schreibt der 29jährige Justin Dinge auf, die sein Vater in seiner 73jährigen Weisheit produziert. Darunter Feststellungen wie

Sometimes life leaves a hundred dollar bill on your dresser, and you don’t realize until later that it’s because it fucked you.

aber auch in Sachen sozialer Umgang lernt man neues:

Here’s a strawberry, sorry for farting near you…Hey! Either take the strawberry and stop bitching, or no strawberry, that’s the deal.

und natürlich: Regeln:

The dog don’t like you planting stuff there. It’s his backyard. If you’re the only one who shits in something, you own it. Remember that

Ein absolutes Muss, das hier voller Stolz und Selbstverständlichkeit unter “Kultur” gepostet wird. Viel Spaß mit

shit my dad says

Park(ing) Day

18. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Heute ist Park(ing) Day. Weltwet werden Parkplätze in Parks verwandelt.
Livebilder dazu hier.

Photo: nick-aotearoa, flickr

Erinnert mich ans Parkmal
…und an mein kleines Video dazu, das niemandem gefällt:


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Ströbeles 180-Grad-Wende

17. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Musik und Spiel am Donnerstag

17. September 2009 - Veröffentlicht in Kultur, Musik | Keine Kommentare »

Ich fasse mich kurz:
Regenr_innen im AGH (Köpi) ist heute “ausverkauft”. Weitere Termine bisher sind:

20.09 19h AGH, Köpi
23.09 20h Schwuz

Regenr_innen


Mica hat eine schöne neue EP (more!) auf Symbiont (CC-lizensiert – freier Download, ihr Sissis!) veröffentlicht, und spielt heute Abend live im Suicide Circus. Wer das nachbarschaftliche Cargo, wie ich, lieber mag, geht außerdem dann am Samstag zum Rappeln in der Kiste, wo auch 2 Symbionten auflegen, nämlich Georg Wedel und Gustav Grube.

und jetzt schön runterladen bei Symbiont:

more! EP

Piraten bald mit Totenkopf-Mütze?

15. September 2009 - Veröffentlicht in Presse | Keine Kommentare »

Logo der Piratenpartei.

Frédéric schreibt eine nachsichtige, als positive Kritik getarnte Entschuldigung für das Auftreten des Piraten Andreas Popp in der Jungen Freiheit – Popp selbst entschuldigt sich damit, dass die Junge Feiheit sich für ihn erst “im Nachhinein als ziemlich rechtslastiges Blatt herausgestellt” habe.

Immerhin, auf die Frage

Wenn Sie es ehrlich meinen, müßten Sie konsequenterweise auch für die Freigabe von – nicht strafbewehrten – rechten Seiten sein?

Knallt er ihnen ein gesundes

Da gilt das gleiche wie bei Kinderpornographie: Löschen statt sperren! Sind strafbare Inhalte auf der Seite, dann müssen diese gelöscht werden.

Und doch macht es keinen Spaß, an den Piraten Bodo Thiesen erinnert zu werden, der mit Ergüssen wie

Solange der Holocaust als gesetzlich vorgeschriebene Tatsache existiert, sehe ich keine Möglichkeit, diesen neutral zu beschreiben … Es gab auch mal andere Doktrinen, zum Beispiel die ›Tatsache‹, daß die Erde eine Scheibe sei.

zitiert werden darf. Dieser hatte sich ebenfalls für die Piraten “im Nachhinein als ziemlich rechtslastig” herausgestellt.

Die Piratenpartei sehe ich als eine Zweck-Partei. Dass sie zum Großteil der politischen Themen keine einheitliche Meinung formiert und auch nicht formieren kann, wird ihr so lange nicht zum wirklichen Nachteil, wie ihr Name sie von breiten Wählerschichten jenseits des 40. Lebensjahrs, und mittelfristig auch von einer Regierungsbeteiligung fernhalten wird. Bei jeder Parteigründung  steht am Anfang ein spezifisches politisches Thema (siehe zum Beispiel die Grünen), ein weiter Marsch in die Institutionen, und, wenn dieser dann glücken sollte, ein überraschendes Ende, zum Beispiel im Kosovo, in Afghanistan oder mit Hartz IV.

Das ist systemimmanent so, und wird auch bei den Piraten nicht anders sein, sofern sie nicht schon über Jörg Tauss’ kleines Kistchen unter dem Bett stolpern. Aber ich fänd’s sauschade, und daher entschuldige ich jetzt hiermit Frédérics Nachsicht.

auf einmal!

13. September 2009 - Veröffentlicht in Allgemeines | 2 Kommentare »

Zuerst gelesen habe ich es bei netzpolitik und Spreeblick. Jetzt ist es beim Spiegel gelandet.

Bild 2

Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Male ich auf Demos schon von Polizisten angegriffen und geschlagen worden bin.

Hm. Zuletzt bin ich zum Beispiel bei der Demo gegen Nazis im Kiez vorm Jeton mit einem Hund angegriffen worden, als ich aus der Dönerbude vom Pinkeln kam – und nach dem Investorenbejubeln letztes Jahr wurden wir auf dem Heimweg von den Rädern gezerrt, ich verprügelt, und dann wurden wir verschleppt – kleinen Hausbesuch bei mir in der Wohnung inklusive. Nur 2 Beispiele, die mir jetzt auf die Schnelle einfallen.

Das ist nie vom Spiegel zum “Politikum” gekürt worden. Aber Eitelkeit bei Seite: Mich interessiert wirklich, warum dieses kleine Stückchen – sorry – wenn auch trauriger, dennoch absoluter Normalität (!) auf einmal solche Wellen schlägt: Weil bei der “Freiheit statt Angst”-Demo, wie die Stimme der freien Welt weiß,

wir Nerds inzwischen HD-Camcorder haben und man aus dem 720p-Video (…) ein paar schöne Frames extrahieren kann, die für eine Identifizierung der Prügel-Cops ausreichen sollten

?
Erfreulich wäre es, den Arsch zu verknacken. Aber so ein kleines Bauernopfer, das kost’ den Staat ein müdes Arschrunzeln, und dient nur der Image-Pflege “Schaut her, natürlich dulden wir sowas nicht…” Und wenn wir sie demnächst alle filmen? Dann hat der Staat bald keine Polizisten mehr – oder wir keine Kameras.

hier das Video