Archive for Februar, 2010

Die Krieger von Kreuzberg

25. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | 2 Kommentare »

Allein der Titel reicht mir schon, mir das heute in der “Bravo für Abiturienten” (Volker Pispers) erschienene Dossier wohl nicht durchzulesen. Interessant dennoch, dass die Diskussion nun in der Zeit angekommen zu sein scheint. Allein, auch dort wird eine Sache nicht in Frage gestellt: Ob “wir” vielleicht einfach so leben wollen!

Von “Depravierten” [sic!] ist die Rede, von Reichen, die sich “einmauern” – von Wut und Neid. Dabei ist es doch ganz einfach, wie ein Leser meines Blogs in seinem Kommentar feststellt: “Die sind bei uns genau so willkommen, wie wir es bei Ihnen wären.

“Mein” Teil von Berlin gefällt mir so, wie er ist. Das, was “die” daraus machen wollen/werden ist das, was es überall(!) gibt, das, wo ich hunderte Kilometer fahre, wenn ich hier raus will.

Versteht es: Keiner neidet euch eure lächerlichen Penisprothesen, so sehr ihr das gerne hättet. Hier wollen Menschen einfach nur euer Leben nicht und wehren sich dagegen, dass ihr es ihnen aufzwingt oder sie verdrängt.

Genau deshalb sind die Krawalle am 1.Mai, wie von Neunmalklugen jährlich vorgeschlagen, auch nicht in Spandau oder Charlottenburg, deshalb brennen dort auch keine Autos. Weil “eure” Räume anerkannt und respektiert werden. Das tut ihr nicht.

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Einem geschenkten Gaul…

25. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Wer seine Webcam zuklebt, gilt als paranoid. Aber wie wir wissen, just because you’re paranoid don’t mean they’re not after you. Ihr habt es ja sicher gelesen, in den USA haben Schüler ein Laptop ge-zwang-schenkt bekommen, mit dessen Webcam (und anderen Spitzel-Funktionen) sie dann überwacht wurden – ohne es zu wissen. Schließlich wollten sie dann einen von der Schule werfen, weil er Bonbons neben dem Computer liegen hatte. Das alles erinnert mich an das Open-Source (ja, gratis!) Buch “Little Brother” von Cory Doctorow (deutsche Version von Christian Wöhrl), das genau damit beginnt. Als ich es mir vor einigen Wochen als Hörbuch von Fabian Neidhart (schöner Link, er dankt für das Bereitstellen auf PirateBay) angehört habe, dachte ich mir “meine Güte, da wird aber jetzt oooordentlich schwarz gemalt.” Aber das dachte ich auch, als ich 1984 gelesen habe. Damals.

Wie dem auch sei, hier steht wie sie es technisch gemacht haben, und dass auch da die grüne Lampe der Webcam nicht umgangen werden konnte. Und hier erklärt der federführende Programmierer es auch noch selbst.

“Im Kleinen sind wir sehr lebendig” – Feature über Marxloh im Deutschlandradio

23. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Gerade kam im Deutschlandfunk das Feature “Im Kleinen sind wir sehr lebendig” – der Anfang hat mich sehr gefreut, denn auch ich habe einmal (kurz) in Marxloh am Pollmann-Eck gewohnt.

Leider driftet das Feature im Verlauf etwas auf die von der Merkez-Moschee absolut unabhängigen Probleme der katholischen Kirche Marxloh bei der Opfer-Akquise ab, die ja überhaupt nichts mit Marxloh zu tun haben. Diese Probleme hat die Kirche zu Recht überall in Deutschland, und das ist auch gut so. Klar, dass man da mit ein bisschen Neid auf die gut besuchte Moschee nebenan schaut – die wie die Kirche Manifestation einer rückständigen Gesellschaftsordnung ist, aber paradoxer-, jedoch unnötigerweise auch Symbol für die “Toleranz” “der Marxloher”.

Denn neben all dem Gefasel von “Enklave”, “die Menschen sind hier ohne wegzuziehen in die Fremde geraten, [...] haben ihr innere Beheimatung verloren.” und “Sie sind hierher gekommen, und Sie müssen sich integrieren”, lässt sich in Marxloh eine Welt erkennen, wie sie nunmal sein sollte. Eine, in der die Menschen sich nicht über so einen Unsinn wie Religion zerstreiten, sondern sich auch mal für “die anderen” interessieren, um sie besser zu verstehen – sei es auch notgedrungen.

Schade, dass man das als das “Wunder von Marxloh” bezeichnen muss, und nicht als schlichte Selbstverständlichkeit. Hier geht’s zum dennoch hörenswerten Feature.

(Als schlichte Selbstverständlichkeit versteht aber hoffentlich jede(r) den Protest gegen die Deppen von ProNRW.)

Malakoff Kowalski oder: Spott vs. Zynismus

22. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Erst durch Maltes Zitat

Schickt uns gern euer Feedback. Wir drucken das auf Reycling-Klopapier aus und pulen uns damit die Erdnüsse aus der Kacke.

bin ich auf Malakoff Kowalski aufmerksam geworden und höre gerade mit großer Begeisterung und Erheiterung den schon etwas älteren Podcast (auch mit Malte, ist mir damals aber entgangen).

Im Sinne der Prävention coronarer Herzkrankheiten empfähle sich aber sicherlich, auf Spott umzuschwenken…

fixed: GPG for Apple Mail (4.2) under Snow Leopard (32 and 64bit)

18. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | 1 Kommentar »

(Important) Update: If you’re already using gpgmail, and are now experiencing Problems after the Update to Mac OS 10.6.3 (issued March, 30, 2010), use this fix: Download this file and copy it to ~/Library/Mail/Bundles – Enjoy.
If you’re new to gpgmail, don’t worry about this, the fix is included in the no-wories-script below.


The following script will install GPG (ver. 1.4.10),
the corresponding plugin (bundle) for Mail.app (ver. 1.2.3 Snow Leopard Fix by Lukas Pitschl (lukele)) and
GPG Keychain access” (ver. 0.7), a key-manager.

You will instantly be able to read and write GPG-encrypted mail without going through any complicated setup-routines.

32 & 64bit-Version: consumer-gpginstall-snow-leopard-32bit-mail4.2.sh
download, chmod +x the file, execute it and you’re done!

For more detailed information on this, answers to the questions “What is GPG and why would I need it?”, and a paranoid (compile-yourself) version of the script, see my brand-new GPG-page.

Zur Lage der Nation

17. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Die Petition gegen ein Einkommensunabhängiges staatliches Stipendien-Programm wird scheitern.
Die Petition gegen Nackscanner an Flughäfen kann zwar noch gezeichnet werden, aber das tut niemand.
Die Petition gegen Zensursula war die bisher erfolgreichste. Ever. Blacklists sind also gescheitert, deshalb (siehe Update unten) zusätzlich versuchen sie es nun mit Whitelists und Öffnungszeiten für das Internet. Das ist dann nicht mehr Zensur der Inhalte, das ist dann einfach kein Internet.

Und warum bekommen wir davon nichts mit?

Weil wir den Troll füttern.
Häh? Was heißt Troll füttern?

Kommen wir zu den Links dazu:
Was haben Westerwelle und ein HartzIV-Empfänger gemeinsam?
Was habt ihr denn gegen Nacktscanner?
Ne, echt jetzt, was hilft dagegen?

Update 17.02.10, 14:44h: Köhler hat Zensursula unterschrieben.

Marxloher Bündnis

16. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | 2 Kommentare »

Duisburg-Marxloh hatte mal den größten Mediamarkt Deutschlands, hat jetzt die größte Moschee Deutschlands, und nachdem Dresden den größten Naziaufmarsch Europas kürzlich nicht hatte, ist die nächste Frechheit am 27./28.03. eben in Marxloh geplant.

Pro NRW und NPD planen Sternmärsche zur und Kundgebungen vor der Merkez-Moschee, was glücklicherweise mit einer medialen Hetzkampagne beantwortet wird.

Ein von mir hoch geschätzter Marxloher Bürger gestaltet und hostet zu dieser Hetzkampagne die Homepage, und weil er das ja nicht macht, um für sich selbst zu werben, bleibt er hier zwar ungenannt, es seien ihm aber die besten Wünsche übermittelt, dass ihm nicht das Schicksal von dresden-nazifrei.de zuteil wird.

Bildschirmfoto 2010-02-16 um 19.11.15

(Marxlohs Ausländeranteil an der Bevölkerung wird übrigens auf Wikipedia prominent als Eckdatum geführt, eine Ehre, die der Bevölkerung Neuköllns oder Kreuzbergs nicht zuteil wird.)

Update 28.03.10: So lob ich mir das.

Currywurst-Kuchen

14. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | 5 Kommentare »

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Fleisch zubereitet (was tut man nicht alles für gute Freunde…)
Hier das Rezept:

Zutaten:
4-5 Currywürste, vom qualitätsbewussten Phosphatstangenhändler
fertig frittiert, Sauce und Pulver getrennt geben lassen.
Curry-Sauce und -pulver, haben wir ja getrennt bekommen
1 Tortenboden
1 Päcken Gelatine (12 Blatt)
6-10 Pommes-Pieker zur Dekoration

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Die Zubereitung

  1. Die Würste schneiden und gefällig auf dem Tortenboden anordnen
  2. Gelatineblätter ca. 5 Minuten in 700ml Wasser einweichen und leicht ausdrücken.
  3. Die gequollene Gelatine erwärmen und auflösen.
  4. Die Currysauce nach und nach unter ständigem Rühren zur Gelatine hinzugeben, niemals umgekehrt! Vorsicht! Gelatine nicht zum Kochen bringen!
  5. Die Curry-Gelatine abkühlen lassen, währenddessen schon mal ein bisschen gelbes, rotes und Madras-Currypulver über die Wurststückchen streuen.
  6. entnervt die viel zu langsam abkühlende Gelatine in ein Eiswasserbad stellen
  7. Wenn die Curry-Gelatine gerade noch flüssig genug ist, diese sorgfältig über die Wurststückchen gießen.
  8. noch mehr gelbes, rotes und Madras-Currypulver
  9. Pommes-Pieker zur Dekoration in den Kuchen stecken
  10. abkühlen lassen, bis die Gelatine fest ist.
  11. zusammen mit einem preisbewussten Bier hübsch anrichten

Webstyle / Euroweb auf Kundenfang in Friedrichshain

11. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines, Berlin | 5 Kommentare »

Weil in Friedrichshain momentan der freundliche David T. versucht, Kunden für die Firma Webstyle / Euroweb zu gewinnen, sei daran erinnert, dass man sich über Geschäftspartner eingehend informieren, also zum Beispiel auch mal nachsehen sollte, ob vielleicht gerade irgendwas vorm Bundesgerichtshof läuft… Anfangen könnte man da bei den Berichten im MDR, zum Beispiel hier, dann hier und ganz aktuell hier.


Euroweb bei Escher 3 (Sendung v. 04.02.10)
von eurowebhunter

[UPDATE 2.7.10: Warum das Video nicht mehr funktioniert, steht hier]

Natürlich muss man auch sonst immer in Erinnerung behalten, dass mündliche Versprechen bei einem schriftlichen Vertrag ausgeschlossen, und somit nicht mehr als heiße Luft sind. Wem das zu spät auffällt, dem hilft der RA Musiol.

Wer bei diesem Beitrag die gewohnte Schärfe vermisst, der sei hierhin oder hierhin verwiesen, oder hierhin, oder hierhin.

DJ-Battle

10. Februar 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines | Keine Kommentare »

Vor ein paar Tagen habe ich mir einen Korg microKontrol günstig gebraucht gaschossen. Eifrig machte ich mich ans Werk, und fand meine ersten Samples beim HR2. Dort sprach Frank A. Meyer über jenes Dilemma, das die Medien in den vergangenen Tagen beherrschte. Und ich machte ein Lied daraus.
Mein erstes.

Aber das ist nicht so.Linus Neumann feat. Frank A. Meyer.mp3 download
Die Begeisterungswelle auf mein sofort per Email an “alle Musiker, die ich kenne” gesendetes Werk blieb weit hinter meinen Erwartungen zurück gipfelte in folgender Rückmeldung eines Freundes, dem ich gerade mein altes Wacom-Zeichentablett geliehen habe:

Ich kommentiere das mit meinem imposanten Erstlingswerk, welches ich soeben auf dem Wacom gezaubert habe.
Es trägt den Titel “Einmal Und Nie Wieder”

Unbenannt

Eine derartige Demütigung konnte ich als stolzer Künstler natürlich keinesfalls auf mir sitzen lassen und forderte selbstredend umgehend – und vielleicht etwas voreilig – zum Battle.

HärzrainProband feat. Frank A. Meyer – .mp3 download

Nun gut. Über den vorläufigen Ausgang des Battles der ersten Runde wollen wir hier jetzt keine großen Worte zu verlieren,
außer dass in dieser Angelegenheit der letzte Beat längst noch nicht gedropt ist!