Geben Sie Sexualstraftätern Ihre Adresse?

Im Failblog ist das natürlich ein großer Lacher, soll die Sex Offender Locator App doch eher gegenteilig wirken*. Diese gibt es schon seit einiger Zeit (in den USA) und ich möchte hiermit vorsichtig anmerken, dass ich das nicht gutheißen kann. Na gut, wenn ich mich politisch äußere, dauert es nie lang, bis mich irgendein Vollidiot (meist mehrfach mit unterschiedlichen Namen aber selber IP) als Hooligan, Randalierer, Terrorist oder Päderast bezeichnet – was ja auch die wenigen letzten Attribute sind, mit denen sich Politik machen lässt (vulgo: bei denen keiner mehr nachdenkt). Bilder und Aktionen wie diese jedenfalls halte ich nicht für akzeptabel, und kann Apple die Zulassung dieser App nur besonders übel nehmen.
Kommen wir nun zu etwas ganz anderem, was überhaupt nichts mit Sexualstraftaten zu tun hat: Internet-Stoppschilder. Ja. Wie schon gesagt, Argumente bei denen keiner mehr nachdenkt… auch beim ehemaligen Nachrichtenmagazin Der Spiegel ist das jetzt durchgesickert, und Christian Stöcker durfte einen kurzen, prägnanten und knackigen Kommentar veröffentlichen, in dem kurz alles, was ihr wissen müsst zusammengefasst ist. Lesen!
* Hintergrund: Um die Sexualstraftäter in der Umgebung zu finden, muss die App per GPS den momentanen Standort feststellen. Damit das nicht jede App einfach immer macht, muss es der Nutzer der App (im Sinne des Datenschutzes, höhö!) genehmigen, und GPS aktiviert haben, sonst meldet sich das iPhone mit einer generischen Fehlermeldung, die eben auch den Namen der App beinhaltet.



