Deines Feindes Feind…
Berliner Touristen, Tourismus-Fördernde, sowie die gesamte Tourismusindustrie, sofern sie mit Bernhard Kieker dem Chef der Berlin Tourismus Marketing GmbH übereinstimmen, sind meine neuen Freunde, denn Kieker hat erkannt: “Die größte Gefahr für Berlin ist die Gentrification” – “Wegen der Freiflächen, die es anderswo nicht mehr gibt, kommen die Leute.”
Also: ich will keine Klagen mehr über die “Pillen-Spanier” im Berghain hören. So lange die sich wohlfühlen, könnten wir mit der Tourismus Marketing GmbH endlich einen finanziell gewichtigen Verbündeten gegen das langweilige buntgrau haben, welches unsere “sozialen Biotope” beständig vernichtet. So lange der Tourismus in Berlin sich über diese Faktoren definiert, sind außerdem Effekte auf einerseits die Personengruppen, die sich überhaupt zum Umzug nach Berlin berufen fühlen, sowie andererseits auch auf die Personengruppen, die sich nicht dazu berufen fühlen, bzw. zumindest in den ihrem Milieu, Habitus und Konservatismus entsprechenden Kiezen bleiben, zu erwarten: Für alle drei Gruppen eine win-win-win Situation.
Multikulti, Soziale Mischung usw. in allen Ehren – Täglich verhindert räumliche Distanz weitaus mehr Konflikte, als Toleranz (von lat. tolerare; aushalten, ertragen, erdulden, erleiden) dazu jemals in der Lage wäre.



