Archive for the ‘Berlin’ Category
Wem gehört Berlin?
14. Mai 2010 - Veröffentlicht in Berlin | Keine Kommentare »Allein der Titel der Spiegel-Online Video-Serie zeigt schon, was den Machern einzige Qualifikation bzw. Berechtigung zum Gestalten des Lebensumfeldes zu sein scheint – man muss die Dinge auch besitzen. Besitzlosigkeit bedeutet Rechtlosigkeit.
Immerhin, für Spiegel-Niveau ist die Serie erstaunlich ausgewogen dargestellt. Die Gleichstellung der Protestierenden mit Krawallmachern, die natürlich schon im Intro angestrengt wird, wird ausnahmsweise mal nicht aufrechterhalten. Wenn’s ums Tacheles geht, sind sogar wehmütige Worte des Moderators zu hören. Dass von “unserer” Seite teilweise eher die Klappspaten-Fraktion zu Wort kommt (“Ich wollt ja schon ewig was besetzen, so…”), haben wir uns selbst zuzuschreiben. Zum Ausgleich ist dem Ehepaar Braun, das in Potsdam “hinter Gittern” wohnt, eine ganze Folge über Sicherheitsbedürfnisse, Zäune und Kameras gewidmet, die die einhergehenden geistigen Beschränkungen der beiden lebhaft illustriert.
Für Leute, die nicht in der Thematik drinstecken, sicherlich eine ganz nette Einführung aus “vertrauter” Quelle.
Stuttgart wehrt sich!
30. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Politik | Keine Kommentare »
via metronaut
Im ganzen Fieber der traditionell beschworenen, und dadurch wohl auch geschürten Krawalle scheint unterzugehen, dass morgen Nazis durch Prenzlauer Berg demonstmarschieren wollen. Subjektiv find ich die Mobilisierung schwächer, als letztes Jahr zur Demo in Köpenick, was aber auch daran liegen mag, dass man vielen vermitteln musste, wo Köpenick ist, dass es gar nicht so weit ist, und wie man mit der S-Bahn dorthin kommen kann – will man ja sonst nicht.
Traumhaft für Prenzlauer Berg wäre natürlich eine Blockade aus Mercedes-, Porsche-, und Boogaboo-Fahrzeugen, aber die Idee kommt mir mal wieder zu spät, bzw. andere haben sie wahrscheinlich auch gehabt, aber verworfen. Den bösen, und auch blöden Spaß mal beiseite. Prenzlauer Berg ist Zentralberlin, lockerfröhlich friedlich, und Nazis haben hier nichts verloren, wie auch sonst nirgendwo.
Für alle, die dem traditionellen Verteufeln der “gewaltbereiten Antifaschisten” schon anheim gefallen sind, hier also frisch von mir euer Argument, gegenzudemonstrieren:
Lasst euch eure Courage nicht von “den Chaoten” wegnehmen. Das Thema Antifaschismus darf nicht von Krawallmachern besetzt, und friedliebende Bürger verdrängt werden. Antifaschismus gilt jeden etwas an. Argument 2: Wenn ihr Argument I folgt, werdet ihr sehen, wer genau da überhaupt wo und wie Krawall macht – und, wichtiger, wer eben nicht. Und Musik gibt es auch!
Kundenberatung: Kundenschutz
29. April 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines, Berlin, Kultur | Keine Kommentare »Heute ist wieder Kundenberatung.
Einladung hier.
Deines Feindes Feind…
26. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Written | Keine Kommentare »Berliner Touristen, Tourismus-Fördernde, sowie die gesamte Tourismusindustrie, sofern sie mit Bernhard Kieker dem Chef der Berlin Tourismus Marketing GmbH übereinstimmen, sind meine neuen Freunde, denn Kieker hat erkannt: “Die größte Gefahr für Berlin ist die Gentrification” – “Wegen der Freiflächen, die es anderswo nicht mehr gibt, kommen die Leute.”
Also: ich will keine Klagen mehr über die “Pillen-Spanier” im Berghain hören. So lange die sich wohlfühlen, könnten wir mit der Tourismus Marketing GmbH endlich einen finanziell gewichtigen Verbündeten gegen das langweilige buntgrau haben, welches unsere “sozialen Biotope” beständig vernichtet. So lange der Tourismus in Berlin sich über diese Faktoren definiert, sind außerdem Effekte auf einerseits die Personengruppen, die sich überhaupt zum Umzug nach Berlin berufen fühlen, sowie andererseits auch auf die Personengruppen, die sich nicht dazu berufen fühlen, bzw. zumindest in den ihrem Milieu, Habitus und Konservatismus entsprechenden Kiezen bleiben, zu erwarten: Für alle drei Gruppen eine win-win-win Situation.
Multikulti, Soziale Mischung usw. in allen Ehren – Täglich verhindert räumliche Distanz weitaus mehr Konflikte, als Toleranz (von lat. tolerare; aushalten, ertragen, erdulden, erleiden) dazu jemals in der Lage wäre.
My Fire is your water – Vernissage Roland Brückner
18. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Kultur | Keine Kommentare »
Mein lieber Freund Roland scheint meinem Druck und dem des restlichen Freundeskreises einfach nicht mehr standhalten zu können, und macht endlich mal wieder eine Ausstellung! Gezeigt werden Kugelschreiber-Zeichnungen in Moleskine-Notizbüchern. Einwandfrei Mitte-tauglich, und deshalb auch in der West Berlin Gallery, Brunnenstraße 56 zu sehen. Die Vernissage wird am Donnerstag, 22.04.08 ab 19:00h begangen. Ich freu mich drauf!
Es ist der Roland Brückner, ja. Und ja, der auch.
Wenn nicht alles sofort weggekauft wird, bleibt das Zeug bis zum 22. Mai dort hängen und kann von Mittwoch bis Samstag, 14-19h besichtigt, gestohlen oder geschändet und gekauft werden.
Film und Interview: Lychener 64
15. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin | Keine Kommentare »Heute Abend hat im Rahmen des Filmfestivals “achtung berlin” der Film “Lychener 64″ Premiere (Babylon Mitte, 20:15h). Der Film handelt von einem Schicksal, das viele ehemalige Bewohner Prenzlauer Bergs, Friedrichshains, etc. so oder ähnlich ereilt hat, und dessen Abwendung immer weniger Menschen überhaupt noch möglich ist – meinen ehemaligen Nachbarn zum Beispiel, war es nicht vergönnt.
Für meine neuen Nachbarn, aber auch für zukünftig von solchem Vorgehen bedrohte Menschen, ist sicherlich das lesenswerte heutige Interview in der taz genau so interessant, wie auch der Film selbst. Hier ein kleiner Trailer.
Ich will mal hoffen, dass mir das bloggen eines solchen Artikels nicht irgendwann leid tut – in Hamburg bekommt man mit Einstellungen, die meinen sehr ähneln, einfach den Mietvertrag gekündigt. Das halte ich doch mal für einen handfesten Skandal. Interessiert wahrscheinlich aber wieder keine Sau.
Polizist vs. Radkurier
14. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Written | 2 Kommentare »Zu den Berufsrisiken eines Radkuriers zählen viele – das schlimmste scheinen Rechtsabbieger zu sein, von den Schwierigkeiten mit ehrlichen Angaben einen vernünftigen Unfallschutz zu bekommen, ganz zu schweigen.
Dass zum Schutze der Radfahrer eine Kampagne der Polizei gestartet wurde, klang doch auf Anhieb begrüßenswert. Allerdings schien diese sich dann auch ziemlich eindeutig nur auf Radfahrer, nicht aber ihre natürlichen Gegner zu konzentrieren. Ziemlich schnell wurde dann auch eine Freundin von mir zur Kasse gebeten, wegen einer Fahrlässigkeit. Ja, gut, hattense auch recht, auch wenn das keine These ist, mit der ich mich beliebt mache. Wenn ich mir anschaue, wie viele Fixed-gear-Fahrer es wirklich nicht können begrüße ich es auch, dass sie einen auf den Sack bekommen, wenn gar keine 2. Bremse montiert ist (sie aber zu beschlagnahmen, ist einfach lächerlich). Denn auch für die, die es können (wozu ich mich zähle) halte ich eine Vorderrad-Bremse für unverzichtbar, aus den bekannten physikalischen Gründen, und auch wegen der Reaktionszeit – man muss sie ja nicht benutzen, wenn man nicht möchte.
Da deutsche Bürger heutzutage aber immer noch schwer unter dem Bildungsmangel der alternden Polizisten (erst seit einiger Zeit legt man dort auf ein Mindestmaß an Schulerfolg wert) leiden, führten diese Kontrollen, eifrig ohne jegliche soziale Kompetenz ausgeführt, natürlich schnell zu Scharmützeln. Was wäre aber die Berliner Polizei, wenn sie aus dieser Erfahrung etwas lernen würde. Also kam die Universal-Lösungsstrategie “Fester Draufhauen” zum Einsatz - und folgerichtig ein Radkurier vom Drahtesel geprügelt, während der Fahrt, auf die Bordsteinkante, der Helm konnte das allerschlimste wohl gerade noch vermeiden, indem er zerbrach.
Somit zähle ich im Blog der Rad-Spannerei bisher 3 Verletzte, die es ohne diese Aktion nicht gegeben hätte. Und da nun offensichtlich eine neue, komplett unvorhersehbare Gefahr auf den Straßen lauert, muss ich mir wirklich mal einen Helm kaufen.
Ihr seht: Die Kampagne zeigt ihre Wirkung.
Und so geht das in zivilisierten Ländern:
schon ein Jahr alt, aber passend zum Thema.
Mumpelmonster Hörbuch: Gratis-Geschichte
14. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Kultur | Keine Kommentare »Heute machen mache ich hier den Audio-Link-Tag. Eine Hörbuchgeschichte vom Mumpelmonster gibt es jetzt auf die Ohren.
Die Geschichte von der Waldmeister-Brause-Sause
Wissenschaft erhält Einzug bei der Polizei
8. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Politik, Presse | Keine Kommentare »Erstmals berücksichtigt die Polizei Jahrzehnte alte Forschungsergebnisse: Da Nahrungsdepravation aggressionssteigernd wirkt, bekommen die staatlichen Prügelknaben am ersten Mai nichts zu essen.

Kundenberatung: Kundenbestellung
8. April 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines, Berlin, Kultur | Keine Kommentare »Heute ist wieder Kundenberatung.
UPDATE: und zwar nicht im Spätkauf Weserstraße 190, sondern im Fotolabor nebenan.
Kreuzigung
2. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin, Kultur | Keine Kommentare »Bei der Kundenberatung ging es gestern heiß, und getreu der Vorlage zu. Weil es die historische Faktenlage nun einmal so verlangt, musste auch ein Ohr ab.

Höhepunkt war natürlich die Kreuzigung, deren Dokumentation ich euch mit Freude zur Feier des Tages präsentieren möchte:
Judas Prost
1. April 2010 - Veröffentlicht in Berlin | Keine Kommentare »Wie schon angekündigt, ist heute Kundenberatung. Und ob der kryptischen Ankündigungen habe ich mehr in Erfahrung bringen können: “Abendmalen” wird wörtlich zu nehmen sein. “Kunden inszenieren die Passion Christi im Spätkauf” wird zutreffender nicht werden (“Kunden”, das seid übrigen ihr) Wir sehen uns dort. Um 21h.
Kundenberatung im April
30. März 2010 - Veröffentlicht in Allgemeines, Berlin, Kultur | 6 Kommentare »In der Galerie Spätkauf gibt diesen Monat ein fröhliches April-Programm, veranstaltet von den Kunden. Beginn ist jeweils um 21h.
1. April: Kundenakquise – “Hallo, mein Freund”
Vorösterliches EiTuning, Hasenjagen und Abendmalen. Die Kunden stellen sich vor. Für Hasen gibt es einen Drink aufs Haus.
8. April: Kundenbestellung – “Showdown on Dromeda IV”
Interaktives Live-Zeichnen. Kunden zeichnen für Kunden.
15. April: Kundenprofil – “Fotoschoppen”
Kunden sammeln Bilder – Digitalkamera mitbringen! Ausstellung und beste Preise im Anschluss…
22. April: Kundenansprache – “Kraft zeigen”
Kompetenzsimulation nach dem PP-LaraOke-System. Eigene PowerPoint-Präsentationen willkommen.
29. April: Kundenschutz – “Rückblick ist Utopie”
Kino, Popcorn und Politik. Kuschelkiosk und Klassenkamp.
Die haben auch so einen Fakebook-Link.









