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	<title>Linus-Neumann.de &#187; Written</title>
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	<description>Linus Neumann, Berlin.</description>
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		<title>Linus-Neumann.de &#187; Written</title>
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		<title>Deines Feindes Feind&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 17:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Berliner Touristen, Tourismus-Fördernde, sowie die ges [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner Touristen, Tourismus-Fördernde, sowie die gesamte Tourismusindustrie, sofern sie mit Bernhard Kieker dem Chef der <a href="http://www.berlin.de/sen/wirtschaft/abisz/btm.html">Berlin Tourismus Marketing GmbH</a> übereinstimmen, sind meine neuen Freunde, denn Kieker hat erkannt: &#8220;<a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0423/berlin/0065/index.html">Die größte Gefahr für Berlin ist die Gentrification</a>&#8221; &#8211; &#8220;Wegen der Freiflächen, die es anderswo nicht mehr gibt, kommen die Leute.&#8221;</p>
<p>Also: ich will keine Klagen mehr über die &#8220;Pillen-Spanier&#8221; im Berghain hören. So lange die sich wohlfühlen, könnten wir mit der Tourismus Marketing GmbH endlich einen finanziell gewichtigen Verbündeten gegen das langweilige buntgrau haben, welches unsere &#8220;sozialen Biotope&#8221; beständig vernichtet. So lange der Tourismus in Berlin sich über diese Faktoren definiert, sind außerdem Effekte auf einerseits die Personengruppen, die sich <em>überhaupt</em> zum Umzug nach Berlin berufen fühlen, sowie andererseits auch auf die Personengruppen, die sich <em>nicht</em> dazu berufen fühlen, bzw. zumindest in den <em>ihrem</em> Milieu, Habitus und Konservatismus entsprechenden Kiezen bleiben, zu erwarten: Für alle drei Gruppen eine win-win-win Situation.</p>
<p>Multikulti, Soziale Mischung usw. in allen Ehren &#8211; Täglich verhindert räumliche Distanz weitaus mehr Konflikte, als Toleranz<a href="http://gentrificationblog.wordpress.com/2010/04/25/berlin-gentrification-ist-groste-gefahr/"> </a>(von lat. <em>tolerare; </em>aushalten,<em> </em>ertragen, erdulden, erleiden) dazu jemals in der Lage wäre.</p>
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		<title>Polizist vs. Radkurier</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2010/04/14/polizist-vs-radkurier/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 11:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den Berufsrisiken eines Radkuriers zählen viele - d [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Berufsrisiken eines Radkuriers zählen viele &#8211; das schlimmste scheinen <a href="http://www.rad-spannerei.de/blog/2010/04/13/aktion-toter-winkel-in-berlin/">Rechtsabbieger</a> zu sein, von den Schwierigkeiten mit ehrlichen Angaben einen vernünftigen Unfallschutz zu bekommen, ganz zu schweigen.</p>
<p>Dass <a href="http://www.rad-spannerei.de/blog/2010/03/29/berlin-stadtweite-radverkehrskontrollen-angekuendigt/">zum Schutze der Radfahrer eine Kampagne der Polizei gestartet wurde</a>, klang doch auf Anhieb begrüßenswert. Allerdings schien diese sich dann auch ziemlich eindeutig nur auf Radfahrer, nicht aber ihre natürlichen Gegner zu konzentrieren. Ziemlich schnell wurde dann auch eine Freundin von mir zur Kasse gebeten, wegen einer Fahrlässigkeit. Ja, gut, hattense auch recht, auch wenn das keine These ist, mit der ich mich beliebt mache. Wenn ich mir anschaue, wie viele <a href="http://www.sheldonbrown.com/fixed.html">Fixed-gear-Fahrer</a> es wirklich <em>nicht können</em> begrüße ich es auch, dass sie einen auf den Sack bekommen, wenn gar keine 2. Bremse montiert ist (sie aber zu <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1094536/Polizei_beschlagnahmt_Fixie_Raeder.html">beschlagnahmen</a>, ist einfach lächerlich). Denn auch für die, die es können (wozu ich mich zähle) halte ich eine Vorderrad-Bremse für unverzichtbar, aus den bekannten <a href="http://www.sheldonbrown.com/fixed.html#braking">physikalischen Gründen, und auch wegen der Reaktionszeit</a> &#8211; man muss sie ja nicht benutzen, wenn man nicht möchte.</p>
<p>Da deutsche Bürger heutzutage aber immer noch schwer unter dem Bildungsmangel der alternden Polizisten (<a href="http://www.wer-weiss-was.de/theme63/article3041266.html">erst seit einiger Zeit legt man dort auf ein Mindestmaß an Schulerfolg wert</a>) leiden, führten diese Kontrollen, eifrig ohne jegliche soziale Kompetenz ausgeführt, natürlich schnell zu <a href="http://www.rad-spannerei.de/blog/2010/04/01/radverkehrskontrolle-eskaliert/">Scharmützeln</a>. Was wäre aber die Berliner Polizei, wenn sie aus dieser Erfahrung etwas lernen würde. Also kam die Universal-Lösungsstrategie <span style="color: #ff0000;"><strong><span style="color: #0000ff;">&#8220;Fester Draufhauen&#8221;</span></strong></span> zum Einsatz  - und folgerichtig ein <a href="http://www.rad-spannerei.de/blog/2010/04/14/polizist-verletzt-fahrradkurier-am-kudamm/">Radkurier vom Drahtesel geprügelt</a>, während der Fahrt, auf die Bordsteinkante, der Helm konnte das allerschlimste wohl gerade noch vermeiden, indem er zerbrach.</p>
<p>Somit zähle ich im Blog der Rad-Spannerei bisher 3 Verletzte, die es ohne diese Aktion nicht gegeben hätte. Und da nun offensichtlich eine neue, komplett unvorhersehbare Gefahr auf den Straßen lauert, muss ich mir wirklich mal einen Helm kaufen.<br />
Ihr seht: Die Kampagne zeigt ihre Wirkung.</p>
<p><small>Und so geht das in zivilisierten Ländern:</small><br />
<object width="520" height="330"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ODzmoLhwD-g&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ODzmoLhwD-g&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="330"></embed></object></p>
<p><small>schon ein Jahr alt, aber passend zum Thema.</small><br />
<object width="520" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KD8bK2mvqfE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/KD8bK2mvqfE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="385"></embed></object></p>
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		<title>#btw09 in mehr als 140 Zeichen</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2009/09/23/btw09-in-mehr-als-140-zeichen/</link>
		<comments>http://www.linus-neumann.de/2009/09/23/btw09-in-mehr-als-140-zeichen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 11:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Für alle noch-nicht-Twitter-Vöglein: #btw09 = Bundest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>Für alle noch-nicht-Twitter-Vöglein: #btw09 = Bundestagswahl &#8217;09</small></p>
<p>Warum geht es da eigentlich? &#8220;Um Politik&#8221; mag da ein unbedarfter Leser vorschnell antworten. Ja und Nein.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-943" title="Jaques Ranciere" src="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/09/Bild-22.png" alt="Jaques Ranciere" width="415" height="163" /></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Rancière">Jaques Rancière</a> unterscheidet Pol<strong>tik</strong> und Poli<strong>zei</strong> &#8211; und nutzt beide Begriffe etwas anders, als man sie intuitiv landläufig auffasst: &#8220;Poli<strong>zei</strong>&#8221; ist dabei die <em>Aufrechterhaltung der bestehenden sozialen Ordnung in ihrem Kern</em>. Und wenn es auch nicht zur Definition gehört, so ist Polizei nach Rancière hauptsächlich das, was sich nur wenig ändert, was nicht zur Debatte steht &#8211; der feste Rahmen, in dem sich alles bewegt, und der die Grenzen setzt &#8211; und innerhalb dieses engen Rahmens, der eben den Großteil bestimmt, ist es dann völlig egal, ob nun CDU, FDP oder SPD den Sozialstaat abbauen.</p>
<p>Poli<strong>tik</strong> hingegen, ist der Streit. Der Kampf um die Macht, genau diesen Rahmen zu bestimmen, also <em>d</em><em>ie Änderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.</em> Die Änderung dessen, was &#8220;Polizei&#8221; ist oder sein wird. Politik ist Änderung der Gesellschaft. Polizei ist nur ihre Verwaltung, Stabilisierung und Aufrechterhaltung. Rancière vertritt gemeinhin die Ansicht, das was, was wir als Staat haben, und das was er als Diskurs inszeniert, Poli<strong>zei</strong> ist, und nicht Poli<strong>tik</strong>.</p>
<p>Rancière würde also nicht von Politik reden, wenn von einer Gesundheitsreform die Rede ist &#8211; sofern diese die bestehende Ordnung nur in Nuancen ändert. Er würde auch nicht von Politik reden, wenn es um die Frage der Festlegung von Hartz-IV-Regelsätzen geht. Denn all das verändert die bestehende Ordnung nicht in ihren Grundsätzen &#8211; der Unterwerfung menschlicher Fürsorge und Gesundheit unter kapitalistische Prinzipien, Ausschluss von finanzieller, kultureller und politischer Teilhabe einer breiten Gesellschaftsschicht, die sich nicht verwerten lässt.</p>
<p>Aber würde Rancière von Politik reden, wenn es um Fragen wie Vorratsdatenspeicherung, &#8220;Internetsperren&#8221;, Verletzungen der Netzneutralität, und massive Eingriffe in die Privatsphäre geht?</p>
<p>Ich habe ihn nicht gefragt, und ich glaube, es kommt ein bisschen darauf an, wie düster das Bild ist, das man sich ohnehin von diesem Staat gezeichnet hat. Für mich stehen diese Schritte einerseits in einer absehbaren, logischen und immanent notwendigen Kette, die auch noch lang kein Ende hat &#8211; aber ich erkenne ebenso, dass mit diesen Ansätzen ein Punkt erreicht wird, nach dem vieles nicht mehr so sein wird, wie es einmal war, also eine Veränderung der Gesellschaft stattfindet. Aber wahrscheinlich ist das immer noch Polizei, sonst ginge es auch nicht so glatt runter wie Öl.</p>
<p>Und auch wenn mir persönlich bereits das Schindluder, <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/tk-ueberwachung-und-vorratsdaten-abfrage-2008/">welches der Staat mittels Polizei anhand dieser Mittel betreiben lässt</a>, ausreicht, so sollte doch jede(r), dem das nicht reicht, von der Aussicht gepeinigt werden, was &#8220;irgendwann einmal andere&#8221; damit machen <em>könnten</em>.</p>
<p>Und kaum jemand wird doch wohl noch daran glauben, dass eine Ursula irgendwann morgens im Bad entscheidet, sie müsse etwas gegen Kindesmissbrauch tun, und dann zu den vorgetragenen Überlegungen kommt? Es ist doch inzwischen das <a href="http://www.linus-neumann.de/2009/06/06/danke-wiefelsputz/">am schlechtesten durch Wiefelspütz</a> gehütete Geheimnis, dass Kindesmisshandlung hier als einer der wenigen Bereiche, über die gesellschaftlicher Konses herrscht, weil jeder Widerspruch untolerierbar ist, zum trojanischen Pferd gemacht wurde. An dieser Stelle verweise ich gerne noch einmal auf <a href="http://mogis.wordpress.com/2009/09/20/fasst-bloss-nicht-ins-internetz/">MOGIS</a>.</p>
<p>Kurzum, ob Politik oder Polizei, es ist ernst.<br />
&#8230;Und so sehr ich diesen Staat ablehne, und bei jeder Wahl im Zwist stehe, ob ich durch die Inanspruchnahme meiner sog. Beteiligungsmöglichkeit diesem Staat, dieser Poli<strong>zei</strong> (nach Rancière) Legitimation verschaffen soll&#8230;<br />
&#8230;Und so sehr ich niemals einer Partei beitreten würde, weil es mir einfach nicht einfiele, einer Vereinigung beizutreten, die so verkommen ist, mich aufzunehmen (siehe <a href="http://www.linus-neumann.de/2009/07/07/groucho-marx/">Groucho Marx</a>)&#8230;<br />
&#8230;Kinder, diese Sache ist zu wichtig. Und mit Steinen, Schreien, Demonstrationen, ja nicht einmal Waffengewalt können wir uns dagegen wehren, wenn es einmal so weit ist. Deshalb, hier, ich könnt heulen ob dieses Selbstverrats, meine, verzeiht mir, &#8230; Wahlempfehlung für die Zweitstimme. (Erststimme: Pizza Ortolana)</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/JKW7LvhtWmU&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/JKW7LvhtWmU&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=de&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>via <a href="http://www.sebbi.de/">Sebbi</a></p>
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		</item>
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		<title>Sebastian Horsley</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2009/09/01/sebastian-horsley/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 22:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA["I'm afraid sex after marriage is as improbable as life [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;I&#8217;m afraid sex after marriage is as improbable as life after death.&#8221;</p></blockquote>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936738483?ie=UTF8&amp;tag=linusneumannd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3936738483">Dandy in der Unterwelt: Eine unautorisierte Autobiographie</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=linusneumannd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3936738483" border="0" alt="" width="1" height="1" /> ist vor Kurzem auf deutsch erschienen, und wurde in <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/in.php?text=&amp;jahr=2009&amp;mon=08">konkret August &#8217;09</a> mit Artikel und Interview angemessen und nicht zu viel versprechend gepriesen.</p>
<p>Ich habe mir die englischsprachige Ausgabe <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0061461253?ie=UTF8&amp;tag=linusneumannd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0061461253">Dandy in the Underworld: An Unauthorized Autobiography (P.S.)</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=linusneumannd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0061461253" border="0" alt="" width="1" height="1" />, die im Übrigen auch billiger ist, sofort bestellt, und bin von Horsley begeistert, wie selten von jemandem zuvor.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-832" title="20070903_p49.1" src="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/20070903_p49.1.jpg" alt="20070903_p49.1" width="300" height="250" /></p>
<p>Nicht nur teilt er meine Leidenschaft, alles und jeden und jede Regel in Frage zu stellen, sondern auch meine ausgeprägte Misanthropie, so dass es allein schon durch das warme Gefühl von Verständnis ein Genuss ist, seinen Ausführungen zu folgen &#8211; nein, er hat auch noch einen beneidenswerten Hang zur stakkato-artigen Produktion prägnanter, direkt zitierfähiger Weisheiten. Die Menge dieser entlarvenden, sarkastischen Feststellungen ließ mich schon auf der fünften Seite den Entschluss fassen, das Buch noch einmal zu lesen, um sie alle zu markieren und dann auswendig zu lernen.</p>
<p>So sprudelt neben allem Unflat und allem Abschaum, für den es von vielen Kritikern gelobt wird, aus diesem Buch vor allem poststrukturalistische Dialektik: Horsley schreibt über seine Liebe zum Geld, direkt gefolgt von Pamphleten gegen Reiche und verrät im gleichen Satz seinen tiefgreifenden Atheismus. Er schreibt seitenlange Liebeserklärungen an diverse Frauen, und ebenso lange Erläuterungen darüber, dass das schlauste, was je aus dem Mund einer Frau gekommen ist, der Horsley&#8217;sche Phallus gewesen sei &#8211; und immer hat er dabei vor allem eines: Recht.</p>
<blockquote><p>&#8220;Dandyism is a lie which reveals the truth,<br />
and the truth is that we are what we pretend to be.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Vielleicht beschreibt man Horsley am besten als jemanden, der seinen Kopf nutzt, um alles in Frage zu stellen, seine eigenen Regeln zu machen &#8211; und diese dann mit allem Eifer zu brechen. Ein Mensch, der in der Inkonsequenz seine Konsequenz hat, in der Ambivalenz seine Eindeutigkeit. Und das macht ihn zu einem anregenden und faszinierenden Charakter.</strong></p>
<p>Für einen kurzen Einstieg in Horsley ist sein &#8220;Guide to whoring&#8221;, den er übrigens todernst meint, ein absolutes Muss:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/hcuijtauGUc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/hcuijtauGUc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>&#8230;und wer sich mehr für Horsley interessiert, sollte nicht nur das Buch über die Links hier auf dieser Seite bestellen (Affiliate-Links, you know?), sondern auch dieses Qtv-Interview (36min) anschauen:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/arQkLGvAOjg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/arQkLGvAOjg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>So, und jetzt gönnt euch mal was, Kinder:</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0061461253?ie=UTF8&amp;tag=linusneumannd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=0061461253">englische Ausgabe auf Amazon.de kaufen</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=linusneumannd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0061461253" border="0" alt="" width="1" height="1" /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3936738483?ie=UTF8&amp;tag=linusneumannd-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936738483">deutsche Ausgabe auf Amazon.de kaufen</a><img style="border:none !important; margin:0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=linusneumannd-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3936738483" border="0" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Wettkämpfe der Nationen.</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2009/08/23/800/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 07:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Leichtathletik finde ich uninteressant.
Außer 100m-La [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leichtathletik finde ich uninteressant.<br />
Außer 100m-Lauf, denn da kann man Durchschnittsgeschwindigkeiten errechnen und sagen &#8220;alle Achtung!&#8221;</p>
<p>Internationale Wettbewerbe, bei denen naturgemäß die &#8220;Nation&#8221; eine Wettkampfeinheit bildet, lehne ich bekanntlich schon allein aus konzeptionellen Gründen ab. Das Trennen der Erdbevölkerung in Nationen, und das Aufhetzen dieser Gegeneinander empfinde ich als mindestens genau so dämlich, wie den Anblick der Fans, die diese Nationalstolz-Manifeste bereitwillig mitmachen, irgendwelche Fahnen schwenken, und ernsthafte Emotionen bei &#8220;ihrem&#8221; Sieg oder &#8220;ihrer&#8221; Niederlage empfinden.</p>
<p>Und dann gibt es noch: NEID. Das war 1936 schon bei Jesse Owens so, dem man zwar den Sieg zubilligte, jedoch nicht ohne festzustellen, dass er diesen allein mit der brachialen Kraft eines Urmenschen errungen habe, es ihm aber an jeglicher Eleganz und Technik mangele, er somit den ästhetischen Ansprüchen des Sports nicht gerecht werde.</p>
<p><a href="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/387px-Jesse_Owens.jpg" rel="lightbox[800]"><img class="alignnone size-full wp-image-801" title="387px-Jesse_Owens" src="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/387px-Jesse_Owens.jpg" alt="387px-Jesse_Owens" width="387" height="599" /></a></p>
<p>Und heute? Heute muss sich Caster Semenya, aufgrund ihrer herausragenden Leistungen einem Geschlechtstest unterziehen, was mit Abstand die größte Demütigung ist, die einer Sportlerin zuteil werden kann. Noch dazu einer 18-jährigen. In der SZ hat man derweil nichts anderes zu tun, als <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/365/484798/bilder/?img=0.0">möglichst viele Bilder Semenyas</a> zu zeigen und mit allerlei Spekulationen zu garnieren, um schließlich zu festzustellen: &#8220;<em><a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/457/484889/text/">Die hätte man schon Testen müssen, bevor man sie überhaupt zulässt.</a></em>&#8221; Diese WM wurde Semenya mit aller Sicherheit bis ans Lebensende verdorben.</p>
<p><a href="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/000sem1_reu-1250712386.jpg" rel="lightbox[800]"><img class="alignnone size-full wp-image-802" title="{75EBE3CF-81DA-4A1E-8D9C-EA6BF40C91F3}" src="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/000sem1_reu-1250712386.jpg" alt="{75EBE3CF-81DA-4A1E-8D9C-EA6BF40C91F3}" width="459" height="344" /></a></p>
<p>Usain Bolt hingegen hat noch gute Laune, und läuft, dass es eine wahre Pracht ist, neue Weltrekorde über 100 und 200 Meter. Aber auch hier kann sich Jens Weinreich vom Spiegel nicht zurückhalten. Dem &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,644465,00.html">schnellsten Clown der Welt</a>&#8221; nämlich, gönnt er den Spaß nicht: Er stellt fest:</p>
<p><em>&#8220;Usain Bolt, welch Überraschung, wusste sich einigermaßen zu benehmen.&#8221;<br />
</em>&#8230;und zitiert Eike Emrich (Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes mit <em>&#8220;Weil immer klar ist, dass er gewinnt, muss Bolt seine Wettbewerbe mit Showelementen und Clownerien aufwerten.&#8221;</em></p>
<p><a href="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/image-5625-panoV9-woso.jpg" rel="lightbox[800]"><img class="alignnone size-full wp-image-803" src="http://www.linus-neumann.de/wp-content/uploads/2009/08/image-5625-panoV9-woso.jpg" alt="" width="520" height="250" /></a></p>
<p>Mit <em>&#8220;Vielleicht sollte man einmal erwähnen&#8230;&#8221;</em> leitet Weinreich dann eine breitgetretene Chronologie früherer Niederlagen Bolts ein.<em> &#8220;Zur historischen Wahrheit</em><em> zählt auch, dass er im WM-Finale 2007 vom Amerikaner Tyson Gay geschlagen wurde.&#8221;</em><br />
Meine Güte, der Mann ist sich zu nichts zu schade.</p>
<p>Insbesondere auch nicht dafür, in Manier der Berichterstattung über Owens, Bolt das Verderben des Sports zu unterstellen:<br />
<em>&#8220;Er hat seine ohnehin schon fabulösen Rekorde zertrümmert und die sonst noch Mitwirkenden, von Konkurrenten kann man ja nicht sprechen, gleichsam der Lächerlichkeit preisgegeben.&#8221;<br />
&#8220;Schließlich störte Bolts Siegerrunde noch die Medaillenübergabe im Weitsprung-Wettbewerb.&#8221;</em><br />
Der gute deutsche Wettkampf verläuft streng nach Zeitplan. Für die Siegerrunde eines Negers, der gerade zwei neue Weltrekorde aufgestellt hat, ist da keine Zeit vorgesehen. Und welche Genugtuung erlangt Weinreich durch das unsportliche Vorgehen der Veranstalter, Bolts Siegerrunde rüde zu unterbrechen, und gleichsam die Weitspringer zu verärgern&#8230;:</p>
<p><em>&#8220;Der Clown musste sich die Aufmerksamkeit der Menschen mit anderen Athleten teilen. So ist die Leichtathletik. So packend kann sie sein, fast ein bisschen gerecht &#8211; wenngleich nur in seltenen Momenten.&#8221;</em></p>
<p>Diese Momente sind es also, die Jens Weinreich bei dieser Leichtalthletik-WM Freude verschaffen.</p>
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		<title>Megaspree versenken.</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2009/07/11/megaspree/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 14:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Radialsystem war unter den ersten, die das Spreeufe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.radialsystem.de">Das Radialsystem</a> war unter den ersten, die das Spreeufer yuppiesiert haben. Nicht zuletzt mit Apple-Events. Klar, da kommt so eine O2-World ungelegen.</p>
<p>Der Betreiber der Bar 25 <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/wir-sind-business-hippies/">haben schon vor langer Zeit selbst realisiert, dass sie Kapitalisten sind</a>, und nehmen entsprechende Eintrittspreise, um an ihr &#8220;Spreeufer für alle&#8221; zu kommen. Als wir letztes Jahr zum <a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&#038;VideoID=40244353">Investorenbejubeln</a> waren, wurden uns dort die Biere zum regulären Preis verkauft, tüchtig, tüchtig! Dafür, dass nicht, wie bei Kiki Blofeld, Eintritt genommen wurde, wurde die Bar25 natürlich allgemein gelobt.</p>
<p>Dass die <a href="http://www.arena-berlin.de/">Arena</a> und ihr <a href="http://www.arena-club.de/">Club</a> keine karitativen Einrichtungen sind, bezweifelt kaum jemand.</p>
<p>Das <a href="http://www.water-gate.de/">Watergate</a> als &#8220;<a href="http://www.linus-neumann.de/2009/04/20/i-told-you/">8.bester Club der Welt</a>&#8221; nagt sicherlich auch am Hungertuch und sieht sich durch Investoren in seiner antikapitalistischen Existenz bedroht.</p>
<p>&#8230;und die <a href="http://www.megaspree.de/links">Liste</a> derer, die heute zu einer Sternmarsch-Demo für &#8220;<a href="http://www.megaspree.de/wer">ein Recht auf unsere Stadt und ein Recht darauf, selber zu bestimmen wie wir ein gutes Leben darin führen wollen</a>&#8221; aufrufen, ist noch viel, viel länger.<br />
Natürlich, es sind auch ein paar politische Gruppierungen dabei, hauptsächlich jedoch einfach nur etablierte und sich etablierende Gewerbetreibende wie das Yaam, das SO36 (welches ja gerade <a href="http://www.so36.de/sobleibt.htm">Spendenaufrufe zur Sicherung seiner Existenz</a> inszeniert), die wilde Renate, das Rechenzentrum, die Maria usw.</p>
<p>Wie kommt&#8217;s?<br />
Klar, der Protest gegen MediaSpree ist inzwischen noch mehr Friedrichshain-Kreuzberg als Singlespeed-Rennräder und gefälsche RayBan-Sonnenbrillen in Neonfarben. Wer hier punkten will, der muss einfach dagegen sein, möglichst federführend, sonst ist er selbst MediaSpree.<br />
Und natürlich, als Betreiber der Gelddruckmaschine Bar25 würde ich mich auch ärgern, wenn man mir diese wegnehmen wollen würde. Und als Besucher der Bar25 ärgere ich mich auch, wenn sie weg ist.</p>
<p>Aaaber: Ihr habt euch für den ökonomischen Weg entschieden und seid mit unserer Kohle reich geworden &#8211; und jetzt sollen wir für euch losrennen und demonstrieren, wie für ein bedrohtes Hausprojekt oder gegen Atomkraft? Für den einen gegen den anderen Kapitalisten demonstrieren? Unter dem Slogan &#8220;Spreeufer für alle&#8221;? Für die Bar25, die quasi Urheber des Gedankens ist, es eben nicht allen zur Verfügung zu stellen? Für das Radialsystem mit millionenschweren Investoren dahinter?</p>
<p>Wahrscheinlich!<br />
Danke, ich bin eurer Meinung, und auch dafür, dass zumindest der größere Teil von euch uns erhalten bleibt. Aber das müsst ihr schon selbst hinkriegen. Mit Geld, wie in der Wirtschaft üblich. Kennt ihr ja.</p>
<p><em>Der Protest gegen MediaSpree ist individuell und antikapitalistisch. Und ihr könntet bei Erfolg seine Nutznießer sein. Darüber dürftet ihr euch dann freuen. Aber versucht nicht, uns euch vor den Karren zu spannen.</em></p>
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		<title>Praktische Überlegungen</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2009/01/14/praktische-uberlegungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Jan 2009 20:17:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Tobi hat mir gerade erzählt, dass eine Bewerberin für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tobi hat mir gerade erzählt, dass eine Bewerberin für ein Praktikum heute das Vorstellungsgespräch vercheckt hat.</p>
<p>Die Bewerberin davor hatte einen Tag vor ihrem ersten Arbeitstag abgesagt. Um 22h.</p>
<p>&#8220;Nimm doch Christian Klar!&#8221; schlug ich in meinem Idealismus vor.</p>
<p>&#8220;Klar! Der kommt doch auch nicht.&#8221; stellte Tobi resigniert fest.   </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zur Zeit</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2008/11/25/gedanken-zur-zeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 08:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[25 Jahre bin ich alt.
Ein Vierteljahrhundert.
Von mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>25 Jahre bin ich alt.<br />
Ein Vierteljahrhundert.<br />
Von mir aus vergeht die Zeit wie im Flug -</p>
<p>aber auch wenn mein Leben nicht besonders belastend war<br />
kommt es mir bisher schon ziemlich lang vor.</p>
<p>und Kinder! Man lernt nicht aus:</p>
<p>Zuerst Laufen und Sprechen,<br />
dann Hinsetzen und ruhig sein.</p>
<p>Zur Schule bin ich gegangen,<br />
und nach 13 Jahren war auch diese Ewigkeit vorbei.</p>
<p>Ich habe viel im Umgang mit Menschen gelernt<br />
und ein kleines bisschen auch im Umgang mit Frauen.</p>
<p>Am wenigsten vielleicht noch im Umgang mit mir selbst.</p>
<p>Vom kleinen blonden Linus<br />
über den dicken schmierigen Linus<br />
mal mit langen, mal mit kurzen Haaren,</p>
<p>dann auch mal mit schwarzen.</p>
<p>Mal in Dinslaken, mal in Oberhausen, mal in Duisburg.<br />
Mal im Urlaub. </p>
<p>Jetzt in Berlin.</p>
<p>Eine ganze Menge kleiner Leben, Lebensabschnitte und Erfahrungen.</p>
<p>Ein Jahr, bevor ich überhaupt geboren wurde, kam Christian Klar in den Knast.<br />
Er hat mehr als die Gesamtzeit meines Lebens, von meiner Geburt, bis zum heutigen Tage, dort verbracht.<br />
Momentan ist das für ihn ungefähr die Hälfte seines Lebens, so genau wird man da gar nicht mehr rechnen.</p>
<p>Und <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/245/448976/text/" target="_blank">Heribert Prantl (SZ)</a> darf ich heute zitieren mit</p>
<blockquote><p>Es gibt gute Gründe, auf diesen Staat stolz zu sein. Die Geschichte der kleinen und der großen Gnade für die langjährig inhaftierten Mitglieder der RAF gehört dazu.</p></blockquote>
<p>dass er sich damit selbst widerspricht, weil er vorher feststellt</p>
<blockquote><p>Er wird freigelassen nicht aus Gnade vom Bundespräsidenten, sondern aus Rechtsgründen vom Gericht (&#8230;)</p></blockquote>
<p>lässt mich aufatmen, denn immerhin<br />
musste ich mir heute doch nicht von<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_Prantl">einem wie Prantl</a></p>
<p>den Nationalstolz beibringen lassen.</p>
<p>Das Leben geht weiter.</p>
<p><em>Lieber Herr Prantl,</em></p>
<div><em>Von mir aus hätten Sie in diesem Zusammenhang von Gerechtigkeit reden können, von Vergeltung und Gesetzen, die nicht für die gelten, die sie selbst nicht anerkennen. Auch hätten Sie schreiben können, man solle ihn überhaupt nicht rauslassen. Oder Sie hätten die 26 Jahre gegen ein Leben aufwiegen können&#8230;</em></div>
<div><em>Aber mir direkt Nationalstolz wegen der Barmherzigkeit Vaterstaats nahezulegen, das finde ich nur noch frech!</em></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>PoPo-Prüfstand #1heute: Antideutsch</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2008/03/19/popo-prufstand-1heute-antideutsch/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 07:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Politische Positionen sind en vogue - definitiv ein Mus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><i>Politische Positionen sind en vogue &#8211; definitiv ein Must-Have-Fashion-Klassiker. Doch auch hier steckt der Teufel im Detail: Es reicht nicht aus, einfach eine zu haben. Exklusiv und alternativ sollte sie sein. Und zum restlichen Outfit passen, ohne dass dieses sie direkt verrät.  Eine falsche Position im falschen Kreise geht echt noch weniger, als der Style vom letzten Jahr &#8211; und kann eine Menge Street-credibility und props kosten. Als Style-Berater will ich euch in dieser Rubrik einige Positionen vorstellen, damit ihr im Battle nicht den Kürzeren zieht.</i></p>
<p><img src="http://www.conne-island.de/nf/57/14a.png" /></p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Sound: ★★★★★<br />Alltagstauglichkeit: ★★☆☆☆<br />Diskussionsfaktor: ★★★★★</span></p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Wer ist dein Feind?</span></span> Der deutsche Nationalismus. Und der Antisemitismus. Und somit: Jeder Feind und Kritiker Israels. Insbesondere im Moment, aber nicht ausschließlich: Islamismus. Intifada zum Beispiel geht gaaar nicht, Alter. Golfkriege schon.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Wer ist dein Freund?</span></span> Israel, und zwar mein bester. Und auch seine Freunde. Also auch (Vorsicht, Diss-Gefahr!) die USA.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Krieg oder Frieden? </span></span>Krieg für den Frieden. Anders kann sich die Aufklärung nicht durchsetzen gegenüber so rückständigen Regimen, wie es insbesondere die islamistischen sind. Die USA machen das schon. Kein Frieden ist möglich, solange es Antisemitismus gibt.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Kapitalismus?</span></span> Lieber Kommunismus. aber den Antisemitismus in der Kapitalismuskritik kritisieren (siehe <a href="http://www.ping.de/sites/sisyphus/frisiert.html">Marx</a>). Und Personifizierungen in der Kapitalismuskritik ablehnen, das System als System kritisieren. Pragmatisch sein, evtl. sogar Neoliberalismus dem rheinischen Kapitalismus vorziehen.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Multikulti?</span></span> Vooorsicht! Gefährdet die Vollendung der Aufklärung durch Toleranz mit dem nicht zu tolerierenden.
<div></div>
<div><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;"><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;">Dein Button?</span></span> Flagge Israels. Bei Präsentationsversammlungen (sog. Demonstrationen) gerne auch als tatsächliche Fahne zum Winken.</p>
<p><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;"><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;">Was liest du?</span></span> <a href="http://www.redaktion-bahamas.org/">Bahamas</a>, <a href="http://www.phase-zwei.org/">Phase 2</a>, mit kritischem Blick <a href="http://www.konkret-verlage.de/kvv/kvv.php">konkret</a>
<div></div>
<div><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;">Achtung: Weder die vorgestellte politische Position, noch jedwede, auch pointierte Kritik daran, sind Position des Autors! Dies soll ein einführender Beitrag zur politischen Bildung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder die Nichtverletzung von Eitelkeiten sein.</span></div>
<div></div>
<div><span class="Apple-style-span" style="font-weight: bold;"><span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;">Der geneigte Leser mag sein Wissen vertiefen:</span></span></div>
</div>
<dd>
<div class="klein"><a href="http://www.antideutsch.tk/">http://www.antideutsch.tk/</a><br /><a href="http://www.cafecritique.priv.at/antideutsch.html">http://www.cafecritique.priv.at/antideutsch.html</a><br /><a href="http://projekte.free.de/schwarze-katze/texte/ad30.html">http://projekte.free.de/schwarze-katze/texte/ad30.html<br /></a><a href="http://www.im.nrw.de/sch/414.htm">http://www.im.nrw.de/sch/414.htm</a></dd>
</div>
</dd>
</dd>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beck hat weiterhin Fieber.</title>
		<link>http://www.linus-neumann.de/2008/03/13/beck-hat-weiterhin-fieber/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 09:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linus Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Written]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon komisch.Die Mitgliederzahl der SPD betrug 1976 ü [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon komisch.
<div><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:SPD_Mitgliederentwicklung.svg">Die Mitgliederzahl der SPD betrug 1976 über eine Million</a>.</div>
<div><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:GermanyUnemploymentRate.svg">Kurz vorher begann die Arbeitslosenquote zu steigen</a>.</div>
<div>Und für nun über 30 Jahre folgten beide ihrem einmal eingeschlagenen Wege.</div>
<div></div>
<div>Vor 5 Jahren verkündete Gerhard Schröder dann die Agenda 2010, woraufhin <i>(nur)</i> Einhunderttausend Mitglieder die SPD verließen.</div>
<div></div>
<div>Diese verloren sich, wie für linke üblich und nicht verwunderlich, für einige Zeit in Diskussionen und beschlossen dann, sich mit einer auch ehemals sozialistischen Partei zusammenzuschließen und ein <a href="http://archiv2007.sozialisten.de/partei/dokumente/programm/index.htm">sozialdemokratisches Programm</a> zu formulieren &#8211; wohl, um die Sozialdemokratie mal wieder ins Gespräch zu bringen.</div>
<div></div>
<div>Während die SPD Entscheidungen formuliert, die FDP und CDU den Rang ablaufen sollen, selbigen jedoch nur mehr Spielraum nach rechts bzw. marktliberal bietet, muss sich eine neue (alte) Sozialdemokratie nicht nur &#8220;die Linke&#8221; nennen, sondern sich zu allem Überfluss als utopisch bezeichnen lassen.</div>
<div></div>
<div>Und während die &#8220;Separatisten&#8221; von der Linken, die bei ihrer Überzeugung geblieben sind und in logischer Konsequenz eine neue Partei gründen <i>mussten,</i> in Wahlen immer mehr zulegen, zerfetzt sich die SPD in der Diskussion darüber, ob man &#8220;mit denen&#8221; (die genau das sagen, was man selbst vor 6 Jahren noch gemeinsam mit ihnen gesagt hat!) koalieren will / darf &#8211; weil dies ja schließlich das Eingeständnis beinhalten würde, dass man entweder 5 Jahre lang größte Scheiße gebaut hat, oder aber vom Machthunger zerfressen ist.</div>
<div> </div>
<div></div>
<div>Und so kommt es, dass die SPD heute einen Vorsitzenden hat, der es innerhalb von einer Woche ohne überhaupt mit der Wimper zu zucken, vollbringt,</div>
<div></div>
<div>1. (Montag) seine Partei in der Frage nach der &#8220;Koalierbarkeit&#8221; der Linken (die genau <i>gegen</i> die SPD-Sozialpolitik der letzten 5 Jahre steht) fast zu zerfetzen, dann aber mit einem klaren &#8220;Ja.&#8221; hinter sich zu vereinen &#8211; und somit das Eingeständnis zu signalisieren, dass die SPD der Sozialdemokratie verpflichtet sein könnte.</div>
<div></div>
<div>2. (Mittwoch) <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,540998,00.html">den Bockmist der letzten 5 Jahre zu <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;">verdammen</span></a></div>
<div></div>
<div>3. (Donnerstag) <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,541157,00.html">den Bockmist der letzten 5 Jahre zu <span class="Apple-style-span" style="font-style: italic;">loben</span></a>.</div>
<div></div>
<div>Das, meine Damen und Herren, nennt man Politik.</div>
<div>Und es ist völlig normal &#8211; und man wundert sich doch immer wieder.</div>
]]></content:encoded>
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